Bürger wollen einen sicheren Bahnübergang in Hettenhausen
Von Rainer Ickler
Gersfeld
Die Stadtverordnetenversammlung vertagte einen Beschluss zur Sicherung des Bahnüberganges Hettenhausen West. Beschlossen wurde, dass das Stadtparlament die Nutzung der Windkraft im Gebiet der Stadt Gersfeld im Rahmen von ein bis Anlagen für eine sinnvolle Energiegewinnung hält.
Eine Lichtzeichenanlage mit Halbschranke kostet 330 000 Euro, erläuterte Bürgermeisterin Margit Trittin (SPD). Diese Kosten würden nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz zu je einem Drittel von der Stadt Gersfeld, der Bahn und dem Bund getragen. Der städtische Anteil von etwa 110 000 Euro kann nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz mit 70 Prozent gefördert werden. Blieben für Gersfeld noch etwa 35 000 Euro, die zu zahlen seien, berichtete die Bürgermeisterin.
Geld, das die Stadt schon bekommen habe, wie sie ausführte. 82 000 Euro habe die Kommune als Ersatz erhalten, weil verschiedene Modernisierungsmaßnahmen nach der Erneuerung der Rhönbahn nicht umgesetzt wurden. Dazu gehören fünf Bahnübergänge im Bereich der Stadt Gersfeld, die ungesichert sind. Einer davon ist der in Hettenhausen.
Die SPD-Fraktion stellte den Antrag, dass der Bahnübergang gesichert werden soll, falls es Zuschüsse gebe. Der Übergang sei nach wie vor ein Unsicherheitsfaktor und Unfallschwerpunkt. Zudem sei die Finanzierung mit 35 000 Euro günstig.
Uwe Glück (BWG) schlug im Namen der Allianz vor, keinen Beschluss zu fassen. Es sei nicht nachvollziehbar, dass dem Ortsbeirat ausführlichere Unterlagen als den Ausschüssen vorgelegen hätten. Um ein fundiertes Urteil fällen zu können, sollte deshalb der Tagesordnungspunkt verschoben werden. Dieser Argumentation folgte die Mehrheit (CDU, BWG, Grüne und FDP). Das Thema Bahnübergang wird demnächst wieder das Parlament beschäftigen.
„Das darf doch nicht wahr sein“, kommentierte Matthias Schlag aus Hettenhausen die Vertagung des Beschlusses zur besseren Sicherung des Bahnüberganges Hettenhausen mit Signalanlage und Halbschranke. Mit ihm schüttelten weitere Besucher die Köpfe und verließen den Bürgersaal in der Stadthalle. Alle Stadtverordneten halten die Nutzung der Windkraft im Gebiet der Stadt Gersfeld für sinnvoll. Dieser Beschluss war einstimmig. „Die Besorgnis, dass in Gersfeld und der Rhön Windparks mit einer großen Anzahl von Windrädern errichtet werden könnten, ist unbegründet“. Dies ist ein Resümee der Arbeitsgruppe Windkraft der Stadtverordnetenversammlung.
Zu groß und fast flächendeckend seien die Ausschlusskriterien, die zum Beispiel Naturschutzgebiete oder Kernzonen beinhalten. Dennoch könnten im Einzelfall Windräder auf Gemeindegebiet gebaut werden. „Dagegen können und dürfen wir und nicht wehren, da das St. Florians-Prinzip nicht gilt und auch wir einen Beitrag zur Energiewende leisten müssen“, heißt es im Bericht. Falls Windräder gebaut werden, würde die Stadt am meisten profitieren, wenn sie auf städtischen Flächen aufgestellt würden, heißt es in der Empfehlung der Arbeitsgruppe.
Leser-Kommentare ( 2 )
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Valentin (398) | 1. May 2012;01.05.2012;1335849236 --> 01 Mai 2012
Bahnübergang
Dieses Stück ist sehr gefährlich, die Hettenhausener müssen mehr Druck ausüben, und klarmachen Wahltag ist Zahltag, dann kapieren das auch manche Leute
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aus_Fulda (267) | 30. April 2012;30.04.2012;1335773768 --> 30 April 2012
Eine Lösung sieht ganz anders aus!
Wann wird endlich diese Strecke stillgelegt?
Dies ist schon lange überfällig. Denn nicht nur dieser Zugang müsste optimiert werden, sondern einige andere ebenfalls. Das diese Stecke Lebensbedrohlich für Autofahrer sein kann hatten wir ja bereits durch versagen der Ampelanlage bei Eichenzell. Lösung Stilllegen!









