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17. August 2012



Bürgerinitiative will gegen Mobilfunksender mobilisieren

vn

Dietershausen
Die Bürgerinitaive Dietershausen macht mobil: Sie wehrt sich gegen einen neuen Mobilfunksender, der nach ihren Informationen auf einem Scheunendach in der Mitte des Ortes errichtet werden soll.

„Es darf uns nicht egal sein, was da in Kürze in der Ortsmitte passieren wird. Zwei Bekanntmachungen im Künzeller Amtsblatt haben es Ende Juni und Juli 2012 verkündet“, warnen die BI-Sprecherinnen Katharina Stock und Iris Körper-Hinz.

Die zunächst geplante Erweiterung der Mobilfunkstation mit neuer UMTS Technik seilängst ein alter Hut. Jetzt erhalte Dietershausen den neuen LTE-Standard. „Alle Handybesitzer können dann mit Superpower und Highspeed ins Internet, Musik hören, Spiele zocken und noch viele, vieles mehr“, berichten sie. Diese Pläne seien Anlass für die Bürgerinitiative Dietershausen,  sich wieder zu formieren und die Bürgerschaft gegen das Projekt zu mobilisieren.
Die BI erinnert daran, dass im vergangenen Herbst ein Glasfaserkabel mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger verlegt worden sei.

Die Gemeinde Künzell habe sich das Einiges kosten lassen. Der Rest der Kosten sei durch Fördermittel abgedeckt worden. „Ab sofort steht nun jedem Haushalt von Dietershausen ein hochkarätiger, schneller und vor allem gesundheitlich unbedenklicher Breitband-Internetanschluss durch die ÜWAG zur Verfügung“, betont die BI.
Die Initiative fürchte nun, dass ihr Einsatz in bester Zusammenarbeit mit der Gemeinde Künzell sowie dem Ortsvorsteher und Ortsbeirat von Dietershausen durch den neuen Mobilsender „ein makaberer Witz“ werde und  Einsatz, Zeit und öffentliche Gelder verschleudert würden.

Mit rechtlichen Instrumenten sei das Orojekt nicht zu stoppen. „Das von O2 beabsichtigte Vorhaben ist baugenehmigungsfrei. Für LTE-Technik sind Betonwände und wohl auch Berge kein Hindernis. Wollt wir Dietershausener wirklich diese Technik und dafür ein hohes gesundheitliches Risiko eingehen?“, fragen   die BI-Sprecherinnen Katharina Stock und Iris Körper-Hinz.

Es dürfe nicht sein, dass aus dem Erholungsort ein Stressplatz werde und möglicherweise  Immobilienpreise sinken. Die Sprecherinnen fordern:„Keine UMTS- und LTE- Technik in Dietershausener Wohngebieten!“ In den Nachbarorten  Weyhers und Poppenhausen befänden sich bereits Mobilfunksendeanlagen außerhalb des Ortes. Die Bürgerinitiative Dietershausen fordere zudem, dass die Bundespolitik die Bürger per Gesetz vor einer Technik schütze, deren gesundheitliche Unbedenklichkeit nicht nachgewiesen werden könne.  


Leser-Kommentare ( 2 )
  • Kommentator42 (11) | 17. August 2012;17.08.2012;1345233864 --> 17 August 2012
    Handy abgeben

    Alle, die gegen Mobilfunkmaste sind, sollen auch ihre Mobilfunkgeräte abliefern. Eltern haften für ihre Schulkinder!!
    Bem. Fernsehgeräte im Wohnzimmer sind auch Sender.

  • Valentin (398) | 17. August 2012;17.08.2012;1345206502 --> 17 August 2012
    gegen Mobilfunkmast

    ein Rat an alle Dietershausener, Fledermäuse und den Roten Milan suchen oder herbringen, dann hat der Sendemast wenig Chancen, siehe Burghaun