Castor: Stopp und Proteste in der Region
FZ
Kreis Fulda
Zum 13. Mal sind Castor-Behälter auf dem Weg ins Atommüll-Zwischenlager Gorleben gerollt, und wieder gab es teils massive Proteste – auch in der Region.
Mit einer Kletteraktion haben Castorgegner die Polizei am Samstagmorgen bei Petersberg vor besondere Herausforderungen gestellt. Nach Angaben eines Polizeisprechers waren vier Demonstranten in einem Waldgebiet bei Marbach auf Bäume geklettert, die in der Nähe der Gleise stehen, über die der Atommülltransport rollen sollte. Dort saßen sie in etwa fünf Metern Höhe und hatten nach Augenzeugenberichten ein Plakat mit der Aufschrift „Castor stoppen“ entrollt. In einem Schreiben bekannte sich die Gruppe „Fuldatalsperre“ zu der Aktion. „Wir werden weiterhin entschlossenen Widerstand gegen die Atomindustrie leisten und kreativ und fantasievoll handeln“, heißt es in dem Schreiben. Zwei der Aktivisten verließen den Baum freiwillig. Zwei weitere mussten von Beamten heruntergeholt werden, teilte die Polizei mit. Der Castor musste wegen der Aktivisten nicht gestoppt werden.
Zuvor hatten sich Greenpeace-Aktivisten vor dem Haupteingang des Fuldaer Bahnhofes positioniert – mit grünen Flaggen und roten Kerzen. Um 2.21 Uhr war der Transport in der Nacht zu Samstag am Bahnhof in Fulda angekommen. Um 2.43 Uhr erreichte der Zug dann Hünfeld, von wo er nach einem Wechsel des Zugpersonals erst gegen 4.45 Uhr weiter Richtung Norden fuhr.
Am Samstag hatte dann die Grüne Jugend Fulda auf dem Fuldaer Bahnhofsvorplatz eine vierstündige Mahnwache abgehalten. Mit dem friedlichen Protest wollte die Jugendpartei der Grünen auf die Situation des Castor-Transportes hinweisen und so die Fuldaer Bürger zum Nachdenken anregen. Die etwa 15 Aktivisten verteilten Flyer, informierten über den Streckenverlauf und die Situation des Castors.

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Leser-Kommentare ( 1 )
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MSK (159) | 28. November 2011;28.11.2011;1322515136 --> 28 November 2011
Saubere ....
Arbeit ,Castor am Ziel !
VG










