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4. Februar 2011



Das Domgymnasium feiert Rabanustag

Fulda
Gleich drei Jubiläen feierte die Festgemeinde am Rabanustag in der Fuldaer Rabanus-Maurus-Schule: Der Todestag des Gelehrten jährte sich zum 1155. Mal. Vor 175 Jahren wurde der Heilige zum Schulpatron. Und ebenfalls vor 175 Jahren wurde das Abitur am Gymnasium in Fulda eingeführt. Viele Gründe, um mit viel Musik zu feiern.

Schulleiter Matthias Höhl hatte viele Gäste in der Aula zu begrüßen. Zuallererst galten seine Willkommensworte aber den Abitur-Jubilaren, die vor 60, 50 und 25 Jahren ihre Reifeprüfung an der Schule abgelegt hatten. Sie feierten Wiedersehen und trafen sich im Anschluss an das Programm zu einem Umtrunk.

Höhl ging in seiner Rede auf die Beziehung zwischen Schüler und Lehrer ein. Anhand einer mittelalterlichen Darstellung des Rabanus Maurus mit seinem Lehrer Alkuin zeichnete Höhl das Bild des fürsorglichen Erziehers, der dem Zögling neue Möglichkeiten zu seiner Entwicklung eröffnet. Heute noch sei es pädagogisches Ziel des Domgymnasiums, junge Menschen dabei zu unterstützen, die Voraussetzungen für ein erfülltes Leben in Verantwortung auszubilden.

Den Festvortrag hielt Privatdozent Dr. Andreas Hertel, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Klinikum Fulda und Vorsitzender des Fördervereins Wir Freunde des Domgymnasiums. „Ich traktiere Sie gleich mit vielen Bildern zur Hirnforschung“, kündigte der Arzt seinen Vortrag zum Thema „Neue Erkenntnisse der Hirnforschung – Möglichkeiten von bildgebenden Verfahren“ an. Hertel stellte die Arbeitsweisen der Nuklearmedizin vor, zeigte Bilder, die im Kernspintomografen oder bei der Positronen-Emissions-Tomografie (PET) entstehen. Am Beispiel von Alzheimer machte er deutlich, dass mithilfe dieser bildgebenden Verfahren die Erkrankung diagnostiziert, und sogar Jahrzehnte vor Ausbruch erkannt werden kann. Derzeit fehle es aber noch an Therapien, die das Fortschreiten der Krankheit stoppen.

„Ich hoffe, dass wir irgendwann in der Forschung so weit sind, dass wir die Therapien verbessern können“, sagte er. Den Schülern im Publikum machte er den Beruf des Arztes schmackhaft, der spannend sei und viele Möglichkeiten biete: „Lassen Sie sich nicht vom Numerus clausus abhalten, wenn Sie es von Herzen wollen.“

Von ganzem Herzen gesungen, erklang zum Abschluss der Feier das Rabanuslied, das die Festgemeinde gemeinsam mit dem Chor II unter Leitung von Sebastian Schwarz anstimmte. Zuvor hatte der Chor „Hungriges Herz“ der Popgruppe Mia interpretiert. Den musikalischen Rahmen der Feier gestaltete auch das Orchester des Schule mit. Jutta Orfgen und ihre Musiker boten „Waly waly“ von John Rutter. Der Swing hielt mit dem Auftritt der Big Band Einzug in die Aula. Unter der Leitung von Robert Klier spielte das Ensemble „Shiny Stockings“ von Count Basie.

Der Festveranstaltung war ein ökumenischer Gottesdienst vorausgegangen. Pfarrer Dr. Gerhard Rauscher und die Schulseelsorgerin Pfarrerin Ivona Linhart hatten die Feier gemeinsam geleitet.

Von unserem Redaktionsmitglied
Anne Kramer



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