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24. Oktober 2012



Defekte Rolltreppe: Stadt beklagt Einbußen bei Attraktivität

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Fulda
Die nicht funktionierende Rolltreppe am Fuldaer Bahnhof erregt die Gemüter. Der Fahrgastverband „Pro Bahn und Bus“ legt mit seiner Kritik nach. Und auch die Stadt Fulda nimmt Stellung.

„Solange der Bahnhof in diesem Zustand ist, hat die Deutsche Bahn das Stationsentgelt in der jetzigen Höhe nicht verdient“, sagt Stefan Sitzmann vom Vorstand des Fahrgastverbandes. Stationsentgelt müssen Eisenbahnverkehrsunternehmen wie zum Beispiel die Hessische Landesbahn für jeden Halt an einem Bahnhof an die Deutsche Bahn bezahlen.  In Fulda beträgt es laut Fahrgastverband 11,46 Euro für jeden Zughalt. „Dafür müsste die Bahn dann aber auch eine gute Infrastruktur gewährleisten. Angesichts einer seit einem Jahr nicht laufenden Fahrtreppe sind diese Kosten zu hoch“, sagt Sitzmann.

Auch die Stadt Fulda ist unzufrieden. „Der Bahnhof ist das Entree einer Stadt. Für uns ist es wichtig, dass er attraktiv ist“, erklärt Magistratspressesprecher Michael Schwab. Eine Rolltreppe, die so lange kaputt sei, schade dieser Attraktivität. Deswegen hoffe man, dass das Problem bald behoben werde. Auch der leerstehende Drogeriemarkt wirke sich  negativ auf die Optik aus. „Das ist letztlich Sache der Bahn. Wir wissen, dass das Unternehmen viel in Fulda leistet. Die Stadt würde sich freuen, wenn der Bahnhof ein Anziehungspunkt ist“, sagt Schwab.

Die Bahn teilte bereits am Montag mit, man könne ja anstelle der Fahrtreppe auch den Aufzug benutzen oder außen herum laufen, um alle Gleise zu erreichen. Heidi Wetzig von der Bahnhofsmission widerspricht: „Nahezu jede Woche fällt der Aufzug aus, teilweise steht er sogar drei Tage hintereinander still.“ Überdies wisse ein Auswärtiger wohl kaum, dass man beim Fuldaer Bahnhof auch außen herum laufen könne. „Wir haben das Management  mehrfach darauf hingewiesen, aber keiner tut  etwas“, sagt Wetzig. Die Deutsche Bahn hat dem nichts weiteres hinzuzufügen. 

Hier geht es zum Vorbericht


Leser-Kommentare ( 5 )
  • Sven (30) | 24. October 2012;24.10.2012;1351112950 --> 24 Oktober 2012
    Bewegungsmangel

    In Fulda bewegt sich eben nichts!

  • VonCaprivi (47) | 24. October 2012;24.10.2012;1351106514 --> 24 Oktober 2012
    Genau das glaube ich der Stadt....

    Wenn der Stadt der Bahnhof so wichtig ist, warum hat sie es seit Jahren unterlassen, die wichtigsten Strecken in den Schwachlastzeiten an den lokalen Nahverkehr anzubinden? Wer am frühen Morgen, am späten Abend und am Wochenende mit dem Stadtbus zum Bahnhof will oder vom Bahnhof nach Hause hat ein echtes Problem. Und nun baut man sich mit der Ostumfahrung auch noch eine "Autobahn" vor den Bahnhof.

  • Trufre006 (18) | 25. October 2012;25.10.2012;1351152774 --> 25 Oktober 2012
    miserabler Anschluss zu den Schwachlastzeiten

    Insbesondere die Anbindung der Stadtbusse an den Schienennahverkehr (Frankfurt,Kassel,Gießen,Gersfeld) haben Stadt und Üwag vergeigt.Und nun bald noch die Ostumfahrung vor der Tür,die Busbeschleunigungspläne konterkariert.