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2. November 2012



Der Winter könnte teuer werden - und dunkel

chw

Region
„Das Wird ein richtiger Chaos-Winter, der viel Abwechslung bereit hält und zeitweise richtig gefährlich werden kann“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net voraus.

Der kommende Winter könnte aktuellen Langfristmodellen zufolge 0,5 bis 1 Grad kälter als im langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990 ausfallen. "Damit würden wir in etwa beim Winter 2010/2011 landen, der vor allem durch einen extrem kalten Dezember auffiel", sagt Jung. Es war der kälteste Dezembermonat seit 1969. Damals war allerdings die Lage auf dem Energiemarkt noch eine andere. Seitdem hat sich einiges verändert. „Die Gefahr für einen regionalen oder sogar großflächigen Blackout ist gestiegen“ warnt Jung.

Nachdem es am letzten Wochenende frühwinterlich und am Wochenende davor spätsommerlich war, wird es nun aber erst einmal ganz klassisch herbstlich. Heute zieht im Tagesverlauf aus Westen Regen und Sturm auf. Stellenweise sind bis in die Niederungen Sturmböen möglich, auf den Gipfeln der Mittelgebirge drohen sogar Orkanböen. Auch das Wochenende wird windig und sehr nass, stellenweise schwellen die Flusspegel deutlich an.



Der Wintertrend für 2012/2013

Dezember:
Der erste meteorologische Wintermonat fällt vielfach durchschnittlich, im Osten und Süden allerdings vielfach leicht zu kalt aus. Zur Monatsmitte könnte die russische Kältepeitsche mit Eis und Schnee zum ersten Mal so richtig intensiv zuschlagen. Ob das hochwinterliche Wetter allerdings bis Weihnachten durchhält ist unsicher, denn vom Atlantik drängen im letzten Monatsdrittel sehr wahrscheinlich einige Sturm- mitunter auch Orkantiefs nach Europa, die sehr milde Luft nach Deutschland bringen könnten. Weiße oder grüne Weihnachten – das wird sich wahrscheinlich erst auf den letzten Metern vor dem Fest entscheiden!
 
Januar: Der Januar würde nach aktuellem Stand eher durchschnittlich ausfallen. Er bringt zudem viel Niederschlag, der jedoch nur in den höheren Lagen der Mittelgebirge und den Alpen als Schnee fällt. Generell werden in den Alpen auch diesen Winter wieder sehr gute Wintersportbedingungen erwartet. In den Niederungen riecht es den ersten Berechnungen zufolge nach einem Schmuddelwinter – gerade perfekt, um sich eine Erkältung nach der nächsten einzufangen!
 
Februar: In diesem Monat könnte das dicke Kältepolster über Sibirien abermals angezapft werden und weite Teile Europas mit kalter Luft überschwemmen. Diese zweite Kältewelle könnte noch heftiger als die Kältewelle im Dezember ausfallen. Nennenswerter Schneefall ist dabei vor allem in der West- und Südhälfte Deutschlands zu erwarten.


Leser-Kommentare ( 2 )
  • CanisLupus (239) | 3. November 2012;03.11.2012;1351942492 --> 03 November 2012
    Donnerwetter

    Donnerwetter, Weltneiheit in der Meteorologie. Als erstem Menschen ist es Herrn Jung gelungen, das Wetter seriös über einen Zeitraum von mehr als 7 Tage vorher zu sagen. Auch das ein Winter teuer, gefährlich und dunkel sein kann, ist Neuland. In vier Monaten ziehen wir Bilanz, mal sehen was davon eingetreten ist.

  • keks (173) | 4. November 2012;04.11.2012;1352052265 --> 04 November 2012
    keine Wettervorhersage

    @ CanisLupus:
    Wenn sie das Video genau verfolgt hätten, wäre ihnen gewiss aufgefallen, dass Herr Jung extra betont hat, dass dies keine Wettervorhersage, sondern ein Wettertrend ist.
    Über den Unterschied mag man an anderer Stelle diskutieren.
    Übrigens, es lässt sich auch ganz einfach in einem evtl. langem Winter Strom einsparen: einfach mal etwas früher als gewohnt ins Bett gehen! Unser Körper wird es uns danken.