Die Grillenburg in Lehnerz feiert 125-jähriges Bestehen
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Lehnerz
Die Grillenburg, das Wahrzeichen des Fuldaer Stadtteils Lehnerz, wird 125 Jahre alt. Zur Feier dieses Jubiläums findet morgen,Samstag, ein großes Stadtteilfest vor der Grillenburg statt.
Die Grillenburg wurde 1887 von einem Frankfurter Geschäftsmann erbaut, der sich dort die Grillen, also seine Sorgen, vertreiben wollte. Viele Lehnerzer würden die Geschichte der Burg jedoch gar nicht kennen, sagt Stadtrat Wolfgang Arnold (CDU). 1926 zum Beispiel ist das Gemäuer um einen Saal und zehn Zimmer erweitert worden. „In den 1920er und 30er Jahren sind viele Fuldaer Bürger sonntags die Leipziger Straße hoch flaniert, um den Tag in der Grillenburg zu verbringen“, erklärt Arnold. 1940 jedoch hatten die Nazis den Saal als Gefangenenlager beschlagnahmt. Nach dem Krieg 1945 diente die Burg als Flüchtlingsaufnahmelager. 1971 kaufte die Gemeinde Lehnerz zur Hälfte das Gebäude, 1977 wurde es in ein Bürgerhaus umfunktioniert.
„Die Leute wollten ein Bürgerhaus haben, das nicht wie alle anderen ist. Es ist das einzige bewirtschaftete Bürgerhaus in Fulda“, sagt Arnold. Heute sei die Grillenburg ein wichtiges Wahrzeichen für den Stadtteil, da jeder, der an ihr vorbeifährt, wisse, dass er nun in Lehnerz sei. Das Stadtteilfest beginnt am morgigen Samstag um 11.30 Uhr. Die Gäste erwartet dabei eine Zaubershow mit Clown Tobi, karibische Cocktails, Wettkampfspiele sowie ein Familiengottesdienst im Freien. Außerdem gibt es verbilligte Haarschnitte für Kinder, deren Erlös der Grundschule und dem Kindergarten zugute kommen sollen.
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