Die Woche im Rückblick
Von Michael Tillmann
Fulda
Es darf bezweifelt werden, dass für Pfarrer Thomas Maleja und seinen früheren Kaplan Jürgen Kämpf jetzt alles gut ist.
Denn die seelischen Folgen der körperlichen Misshandlung aus jener Tatnacht werden die beiden Männer ihr Leben lang begleiten. Was müssen das für Menschen sein, die Wehrlose mit der Kaminschaufel traktieren und den Tod ihrer Opfer in Kauf nehmen, nur um an Bares zu gelangen?
Mit dem Abschluss des Prozesses und einer mehr als achtjährigen Haftstrafe hat das Gericht einen Prozesss-Schlussstrich gezogen. Aber es gibt eben Nachwirkungen, für die es kein Strafmaß gibt. Dass das Fuldaer Schulwesen nicht nur gut, sondern hessenweit Spitze ist, wissen wir alle. Und das erfüllt die Region mit Stolz. Denn schließlich ist eine gute Schulausbildung neben der elterlichen Förderung die Grundlage für späteren Erfolg im Leben. Beruflich wie privat.
Besonders erwähnenswert ist eine Zahl aus dieser Woche. 400 Mädchen und Jungen würden im Sommer 2012 am liebsten von ihrer Grundschule auf das Marianum in Fulda wechseln. Aufnehmen kann die Privatschule aber nur 150 Fünftklässler. Man qualifiziert keine staatliche Schule ab, wenn man dies einmal herausstellt. Im Gegenteil: Offenbar gibt es im wertkonservativen Fulda die verbreitete Ansicht von Eltern, dass G 8 (also das Abitur nach Klasse 12) nicht unbedingt erstrebenswert ist. Was durchaus stimmt. Denn ob Abiturierenten zehn oder zwölf statt vielleicht acht Semester studieren, darüber verliert kaum ein deutscher Bildungspolitiker ein Wort. Aber bei den Kindern gilt der falsche Ehrgeiz: Schneller, schneller, schneller.
Wohl unbestritten dürfte sein, dass das Wetter endlich frühlingshaft warm wird. Und das passend zum anstehenden Maifeiertag am nächsten Dienstag. Dann werden wieder viele mit Bollerwagen durch Feld und Flur ziehen. Der Mai wird kommen. Und vorher ein Aprilwochenende, das für alle hoffentlich ein richtig gutes sein wird. Genießen Sie es einfach.
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