Fulda +14°/+4°C
> >     
Social Plugins können Daten übertragen (siehe Datenschutzbestimmungen)
6. Juni 2012



Dippel kontert Kritik: SPD klopft nur große Sprüche

zen

Fulda
Die CDU in Fulda will stärker auf die Menschen zugehen und auch Nichtmitglieder in die Arbeit einbinden. Das kündigt Stadtverbandschef Dr. Wolfgang Dippel an.

„Unsere Partei muss neue Wege gehen“, sagt Dippel. Die wahlkampffreie Zeit wolle die Fuldaer CDU nutzen, um Probleme anzusprechen – und anzugehen. „Die Partei muss auch in Zukunft lebendig und handlungsfähig bleiben“, betonen Dippel und die Vorsitzende der Jungen Union, Esther Eckart, in einer gemeinsamen Erklärung.

Die CDU will ein Internetkonzept entwickeln und die neuen Medien stärker nutzen. Sie will Arbeitskreise neu organisieren und Nichtmitglieder einbinden, um Entscheidungen auf eine breitere Basis zu stellen. „Wir müssen weg vom Einer-redet-vorne und hin zur Dialogform“, so Dippel. Die CDU will zugleich die Arbeit mit Interessengruppen etwa in der freien Wohlfahrtspflege intensivieren. Und sie will „ran an die Bürger“, wie Dippel sagt; durch zusätzliche Bürgersprechstunden und regelmäßige, halbjährliche Treffen. Für das zweite Halbjahr plant der Stadtverband überdies eine Reihe von Aktionen: So ist Ende Juni die bayerische Sozial- und Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) in Fulda zu Gast. Der Europaabgeordnete Thomas Mann (CDU) soll über die Wirtschafts- und Finanzpolitik sprechen, der Wissenschaftler Erich Ott über die wachsende Distanz zwischen Politik und Gesellschaft.

Scharfe Kritik äußert Dippel indes an den Oppositionsfraktionen in der Stadtverordnetenversammlung. Die SPD etwa „kloppt große Sprüche“, so Dippel, „aber konzeptionell wird wenig, bis fast gar nichts vorgelegt“. Die Sozialdemokraten hatten Dippel während ihrer Delegiertenversammlung in der vergangenen Woche als „Bettvorleger“ bezeichnet und dem Bürgermeister unter anderem vorgehalten, dass noch immer keine Entscheidung zur Verlängerung der Sperrzeit getroffen worden sei. Dippel nennt die Kritik populistisch. Weil die Bürger beteiligt würden, sei der Entscheidungsweg länger. „Lieber mal als Bettvorleger landen – wie die SPD es meint – als überhaupt nicht in Erscheinung zu treten, also: immer am Ball bleiben und keine Eigentore schießen.“


Leser-Kommentare ( 1 )
  • Charlemagne (98) | 7. June 2012;07.06.2012;1339062879 --> 07 Juni 2012
    Fragen entstehen...

    Die Stellungnahme läßt Fragen entstehen:
    -Die CDU will an die Bürger ran -- Ist sie also momentan nicht am Ohr der Bürger?
    -JU und CDU geben die gemeinsame Erklärung heraus -- Deutet dies auf Probleme zwischen den Gruppen hin?
    -Betrachte ich die angesprochenen Internetseiten, dann finde ich die nicht ansprechend. Aktuell ist bei der CDU Fulda immernoch die Bundespräsidentenwahl (2MOnate her) und bei der JU... Irgendwie lese ich Probleme aus dem Artikel heraus!!