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11. September 2012



Einbrecher lassen sich relativ leicht abschrecken

Von Volker Nies

Kreis Fulda
Bei dem herrlichen Sonnenschein gestern mochten viele Passanten noch nicht daran denken, aber die dunkle Jahreszeit steht vor der Tür.

Wenn es früher dunkel wird, werden Einbrecher aktiv. Die osthessische Polizei nimmt das zum Anlass, in dieser Woche mit einem Infomobil durch die Region zu reisen und besondere Vorsichtsmaßnahmen zu empfehlen.

„Wachsame Nachbarn sind die halbe Miete beim Schutz vor Einbrechern“, sagt Peter Muth, Leiter der Polizeistation Lauterbach. Mit Kriminaldirektor Andreas Böhm, dem Leiter der Polizeidirektion Vogelsberg,  Wolfgang Taschner, dem Leiter der Regionalen Kriminalinspektion Vogelsberg, und weiteren Beamten informierte er gestern an der ersten Station der Informationstour in Lauterbach.

Muth bat die Bürger, „lieber einmal zu oft als einmal zu wenig“ bei der Polizei anzurufen, wenn sie verdächtige Bewegung in ihrer Umgebung feststellten, wie etwa Passanten, die aus Fahrzeugen mit ortsfremden Kennzeichen ausstiegen und dann um Grundstücke herumliefen. „Oft hören wir nach Einbrüchen, dass Nachbarn vor der Tat verdächtige Beobachtungen  gemacht haben. Wenn sich diese Nachbarn vor der Tat gemeldet hätten, hätten wir eingreifen können“, berichtet Muth.

„Einbrecher lassen sich meist schon durch einfache, aber wirkungsvolle technische Sicherungen von ihrem Tun abhalten. Denn Sicherungstechnik bedeutet eine längere Arbeitszeit, Das rhöht somit das Entdeckungsrisiko für den Täter“, erklärt Taschner. Wolfgang Keller von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Polizeidirektion Vogelsberg verweist darauf, dass Täter meist nicht mitten in der Nacht kämen, sondern in der Dämmerung, wenn sie davon ausgingen, dass die Bewohner noch nicht zu Hause seien. Nachts sei die Gefahr einer Konfrontation mit den Bewohnern zu groß.

Eine Mülltonne, die nach der Leerung abends noch immer auf der Straße stehe, oder ein offenkundig gefüllter Briefkasten seien Signale für Einbrecher, dass hier  Wohnungsbesitzer noch nicht zurückgekehrt sein könnten.
Andreas Böhm, Chef der Vogelsberger Polizeidirektion, teilt mit, dass die Polizei vor Ort durch Kräfte der Bereitschaftspolizei verstärkt werde, um so den Druck auf potenzielle Täter zu erhöhen.

Fenster sollten  während der Abwesenheit der Bewohner geschlossen sein. „Ein gekipptes Fenster ist für einen Einbrecher wie ein geöffnetes Fenster“, warnt Muth.  Der Chef der Lauterbacher Polizeistation hat eine weitere gefährliche Tendenz in den ländlichen Gebieten Osthessens festgestellt:„Viele schließen ihre Haustür, ihre Garage oder ihr Auto aus alter Gewohnheit nicht ab. Das ist wie eine Einladung an Einbrecher“, mahnt Muth.


Die Polizei informiert zum Thema Schutz vor Einbruch unter anderem zu diesen Terminen:
Donnerstag, 13. September, 10 Uhr Schenklengsfeld (Tegut), 13 Uhr Rasdorf (Rathaus), 15.30 Ebersburg-Schmalnau (Tegut); Freitag, 14. September, 10 Uhr Kalbach (Rathaus Mittelkalbach), 12.30 Uhr Neuhof (Tegut).


Leser-Kommentare ( 2 )
  • Pitta (59) | 11. September 2012;11.09.2012;1347361904 --> 11 September 2012
    oder sie kommt gar nicht....

    .. auch schon erlebt. Außerdem - kaum wird es dämmrig - sind alle Jalousien geschlossen. Wer soll da noch Verdächtiges beobachten ?

  • W.Sch (48) | 11. September 2012;11.09.2012;1347351969 --> 11 September 2012
    Pech gehabt

    Sollte man in der Umgebung etwas verdächtiges wahrnehmen und die Polizei anrufen, so kommt diese leider erst 2-3 Stunden später. Alles schon mitgemacht!!