Einbrüche in der Urlaubszeit: Polizei gibt Tipps
Von Volker Nies
Fulda
Aufmerksame und hilfsbereite Nachbarn und zudem Fenster und Terrassentüren, die sich nicht binnen weniger Sekunden aufhebeln lassen – das sind wichtige Elemente, um in der bevorstehenden Urlaubszeit das Einbruchsrisiko zu senken. Darauf macht die Polizei aufmerksam.
In zwei Phasen des Jahres sind Einbrecher besonders aktiv: Wenn es im Spätherbst früh dunkel wird, und in der Urlaubszeit, wenn viele verreisen. „Ein Einbruch in die engste private Sphäre verletzt das Opfer psychisch oft über Jahre. Deshalb ist es so wichtig, sich gegen Einbrüche zu wappnen“, sagt Günther Voß, Stellvertreter des Polizeipräsidenten in Osthessen.
Wer sich vor Einbrüchen schützen will, der soll zunächst überlegen, die Schutzfunktion seiner Fenster mit einem Fensterriegelgriff zu verstärken. „81 Prozent der Einbrecher hebeln Fenster und Türen auf“, erklärt Christoph Auth von Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle. Die Beschläge bekommt man für 70 bis 80 Euro im Fachhandel.
Mindestens ebenso wichtig: Nachbarn und Freunde sollten gegenseitig auf ihre Wohnungen acht geben. Sie sollten Rollläden gelegentlich bewegen, damit Spähern nicht auffällt, dass die Räume leer sind. Vor allem Türen zu Hintereingängen sollten durch Bewegungsmelder gut beleuchtet sein. Der Briefkasten soll regelmäßig geleert werden. Wenn Unbekannte um Häuser herumschleichen, dann sollen Nachbarn die Polizei rufen. „Wir kommen lieber zehnmal vergebens als einmal zu spät“, sagt Polizeisprecher Martin Schäfer.
Und natürlich soll man auch in sozialen Netzwerken wie Facebook nicht posten, dass man länger in Urlaub fährt. Für eine ausführliche Beratung kommt Christoph Auth zu Bürgern nach Hause. Termine unter (0661) 1050.
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