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4. Oktober 2012



Energiegenossenschaft setzte Projekt in Oberkalbach um

ann

Oberkalbach
Mitte April dieses Jahres hat sich die Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen Energie eG Kalbach/Rhön gegründet. Jetzt, etwas mehr als fünf Monate später, hat die Genossenschaft ihr erstes Projekt umgesetzt: eine Solaranlage auf dem Bürgerhausdach in Oberkalbach.

Gemeinsam die lokale und regionale Energiezukunft gestalten und Bürgerenergieanlagen in Kalbach realisieren – diese Ziele hatte sich die Kalbacher Energiegenossen bei der Gründung gesetzt. Bürger sollten sich zusammenschließen und gemeinsam etwa große Fotovoltaikanlagen, Windparks und Biomasseanlagen finanzieren. So ist das erste Projekt der Energiegenossenschaft auf dem Bürgerhausdach Oberkalbach umgesetzt worden: Eine Fotovoltaikanlage mit einer Jahresleistung von insgesamt 36 000 Kilowatt. Ein regionaler Anbieter sei mit der Installierung der Anlage beauftragt worden, teilt die Energiegenossenschaft mit. Ende September ist sie ans Netz gegangen

Die Fotovoltaikanlage deckt soll den Verbrauch von insgesamt neun Haushalten decken „In 20 Jahren werden etwa 210 to CO² eingespart“, erklärt Lothar Happ, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft. Die Investitionssumme belaufe sich auf insgesamt 56 000 Euro. Die Genossen konnten Anteile von jeweils 1000 Euro zeichnen. „Insgesamt sind 44 Kalbacher Bürger an dieser Anlage beteiligt“, sagt Happ. Die Oberkalbacher Genossen seien bei der Zuteilung des ersten Anteils vorrangig bedient worden.

In den kommenden Monaten sollen weitere Projekte folgen: Beispielsweise könnten auch auf privaten Dächern Fotovoltaikanlagen durch die Energiegenossenschaft realisiert werden. Wer Flächen für geeignet hält und sich vorstellen kann, dass die Energiegenossenschaft diese für Projekte nutzt, der kann sich an den Vorstand der Genossenschaft wenden. Durch das gemeinsame Finanzieren „können Projekte Wirklichkeit werden, welche die Kapazitäten des Einzelnen sonst schnell übersteigen“, sagt Happ.

Beitrittserklärungen und Satzung auf der Internetseite der Genossenschaft.


Leser-Kommentare ( 1 )
  • Fuzzy (78) | 5. October 2012;05.10.2012;1349451210 --> 05 Oktober 2012
    Danke für höhere Strompreise

    Den Genossen sei Dank, dass sie für eine höhere EEG-Umlage und damit für höhere Strompreise sorgt. Fotovoltaikanlagen mit 36 000 kW (36 Megawatt) sind es sicher nicht. Wahrscheinlich erwartet man einen Ertrag von 36 000 kWh. Allerdings - 9 Haushalte kann man damit nicht versorgen. Dazu brauch man immer noch das Netz der ÜWAG, das die Verbraucher zu jeder Zeit bedarfsgerecht mit Strom versorgt. Die Anlagen können höchstens so viel Strom erzeugen wie rechnerisch 9 Haushalte benötigen.