Erboste Mountainbiker: Streit um neues Wegerecht
Fulda
In der deutschen Mountainbike-Szene scheint große Aufregung zu herrschen. Stein des Anstoßes ist das geplante neue hessische Waldgesetz, das auch Rhöner Strecken betreffen könnte.
Dass Radfahren nur noch auf Wegen erlaubt sein soll, die ganzjährig mit einem zweispurigen, nicht geländegängigen Kraftfahrzeug befahren werden können, sorgt bei den Zweiradfahrern für Unmut. Einige von ihnen fürchten, dass dies den Anfang vom Ende des „Mountainbike-Paradieses“ Rhön einläute.
Die im oberbayerischen Haar ansässige „Deutsche Initiative Mountain Bike“ (DIMB) kritisiert das Vorhaben durch deren Rechtsreferenten Helmut Klawitter mit Vehemenz. In einer ersten Stellungnahme spricht Klawitter von Willkür, Unsinn und Realitätsverlust der Landesregierung sowie „Kriminalisierung der Mountainbiker“. Und der DIMB-Vorsitzende Thomas Kleinjohann erklärt: „Die Biker werden nun generell in die Illegalität gedrängt und damit sozusagen zum Abschuss freigegeben.“
„All diese überzogenen Formulierungen lassen es nicht leicht erscheinen, mit den Mountainbikern Gespräche zu führen, an deren Ende einvernehmliche Lösungen stehen“, sagte der forstpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Walter Arnold. Es seien keine Verschärfungen im neuen Gesetz definiert, denn schon heute heiße es im Paragraf 24 des gültigen Forstgesetzes, dass „Radfahren, Fahren mit Kutschen und Krankenfahrstühlen und Reiten nur auf Wegen und Straßen gestattet ist.“
Da noch etliche Anhörungen und Lesungen anstünden, bevor das Gesetz rechtskräftig wird, rechnet Arnold schon damit, dass über einige Passagen diskutiert und nachgedacht werde. „Wir haben nichts gegen weitere legale Strecken für Free-Rider oder Downhill-Biker, aber in einem so dicht besiedelten Land wie der Bundesrepublik müssen sich auch die im DIMB zusammengeschlossenen Mountainbiker an Regeln halten“, sagt Arnold. Was man allerdings nicht mehr tolerieren wolle, seien Auswüchse wie Abfahrten durch Neuanpflanzungen oder durch Wildruhezonen. Der Wald habe Eigentümer, sei ein Wirtschaftsfaktor und diene als Erholungsraum, er sei kein rechtsfreier Raum.
Als „Unsinn“ bezeichnet die DIMB eine Regelung in Sachen Wegbreite fürs Radfahren im Wald. Thüringen habe deshalb eine vergleichbare Regelung vor Jahren abgeschafft, heißt es in der Pressemitteilung der DIMB. Rechtsreferent Klawitter stellt unter anderem die Frage: Warum setzt Hessen nicht schon heute das bestehende Verbot des Fahrens abseits von Wegen durch?
Organisatoren von größeren Veranstaltung, wie beispielweise der Ochsentour in Elters, sehen der Änderung eher gelassen entgegen. „Wir teilen dem Forstamt unsere Routenwünsche mit. Von dort gibt es dann meist grünes Licht oder auch mal eine Änderung“, sagt der Elterser Ferdinand Herr. Da sich der Entwurf eines neuen hessischen Waldgesetzes momentan in der Anhörung befinde und noch nicht absehbare Änderungen möglich seien, wollte man beim örtlichen Forstamt Fulda derzeit noch keine Stellungnahme abgeben. Forstamtsleiter David Nöllenheidt spricht aber von einem sehr spannenden Thema.
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MadDog (3) | 24. July 2012;24.07.2012;1343140587 --> 24 Juli 2012
Alles Nonsens
Radfahrer gehören nicht in Wälder und wenn Radwege vorhanden sind auch nicht auf die Strasse. Im ersten Fall zerstören sie die Umwelt und scheuchen das Wild auf die Strasse und im Zweiten Fall sind sie Verkehrshindernisse.
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R.Flagg (21) | 20. July 2012;20.07.2012;1342810273 --> 20 Juli 2012
Vorschlag
Ist doch alles toll, zusätzlich sollte man alle übergewichtigen Hartz-4-Empfänger mit einem BMI über 25, die zufällig gerade keinem 1-EUR-Job nachgehen, als Streckenposten einsetzen, und alle wären glücklich & zufrieden...
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Laser (1) | 17. July 2012;17.07.2012;1342523484 --> 17 Juli 2012
Feudales Gehabe
Warum werden Mountainbiker oft als Naturzerstörer hingestellt? Kaum eine Sportart beginnt vor der Haustür und endet auch dort. Kein Mensch fährt durch Fichtenschonungen, ganz abgesehen davon, dass es nach wenigen Metern mit Speichenbruch enden würde.
Es geht um etwas ganz anderes, Herr Arnold und seine Jagdgenossen wünschen sich wieder feudale Strukturen herbei, wo der Gutsherr nach Gutdünken schalten und walten kann.Die Radlfahrer werden diffamiert, um den Bürger aus dem Wald herauszuhalten.









