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15. Juni 2012



Fulda bekommt seine eigene Wiesn

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Fulda
Zünftig wird es Mitte September auf der Messe-Galerie Fulda: Erstmals findet – veranstaltet von unserer Zeitung – die Fuldaer Wiesn statt. In einem 40 mal 42 Meter großen Festzelt darf vom 14. bis 17. September kräftig gefeiert werden, ganz im Stil des oberbayerischen Originals.

„Man muss nicht nach München fahren, um Oktoberfest zu feiern“, sagt Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller. Er ist gemeinsam mit Landrat Bernd Woide (beide CDU) Schirmherr der Fuldaer Wiesn, die vier Tage lang gefeiert wird. Und es soll ein Fest der Superlative werden: Ins Zelt passen 2200 Gäste. Ausgeschenkt wird Mönchshof-Festbier, und auch die Speisen werden mit Haxn, Hendl und traditionellen Produkten aus der Rhön eher deftig ausfallen.

„Ein solches Fest hat es in Fulda noch nicht gegeben“, verspricht Parzeller-Verlagsgeschäftsführer Rudolf Lechner. Der Verlag Parzeller ist Veranstalter und Lechner einer der Ideengeber der Fuldaer Wiesn. Mit im Boot sind aber auch Getränke Heurich, Zuspann à la carte und die Kulmbacher Brauerei. „Wir sind froh, dass wir so kompetente Partner gefunden haben“, sagt Lechner und betont, dass vor allem die Kulmbacher Brauerei durch die Kulmbacher Bierwoche oder das Kilianifest in Würzburg viel Erfahrung mit Großveranstaltungen habe.

Die Brauerei habe auch die Kontakte zu den Gruppen vermittelt, die bei dem Fest auftreten werden. So stehen etwa Marianne und Michael, die Wilderer, die Lechschwaben Showband, die Isartaler Hexen sowie Simmisamma auf dem Programm. Außerdem werden heimische Kapellen wie die Trachtenkapelle Elters, die Lichtbergkrainer, die Bimbacher Musikanten, die Rhöner Säuwäntzt, der Musikverein Weyhers sowie die GVK Musiktruppe auftreten.

„Es ist eine neue interessante Idee mit einem vielversprechenden Programm“, findet Oberbürgermeister Möller. Als Rudolf Lechner gemeinsam mit Matthias Heurich auf ihn und den Landrat zukamen, um die Idee vorzustellen, waren die beiden Kommunalpolitiker schnell überzeugt: „Ein Zeltfest mit gutem Bier – da musste man mich nicht lange überreden. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich ein Freund von so etwas bin. Außerdem ist es eine Bereicherung für Fulda“, sagt Woide. Möller geht davon aus, dass die Fuldaer Wiesn gut besucht sein wird: „Ich denke, dass in der Region Bedarf für solche Feste besteht. Das Oktoberfest in der Esperantohalle läuft ja auch immer gut.“

Dass die Fuldaer Wiesn eine Konkurrenz zum Oktoberfest im Esperanto sein könnte, glauben die Veranstalter nicht. „Wer ein Dirndl hat und Oktoberfeste mag, geht auch mehrmals zu solchen Festen“, sagt Lechner. Er erwartet, dass das Programm auch überregional Besucher anzieht. „Die Veranstaltung ist für ehemalige Fuldaer eine gute Möglichkeit, sich hier mal wieder zu treffen.

Die Fuldaer Wiesn soll etwas Besonderes werden und sich in den nächsten Jahren als Magnet für Fulda etablieren. Wir hoffen, dass an dem Wochenende mindestens 10.000 Besucher kommen“, erklärt der Verlagsgeschäftsführer, der wie Matthias Heurich (Getränke Heurich), Jochen Hille und Michael Schmid (beide Kulmbacher Brauerei) sowie Marc Zuspann auf das Fest hinfiebert. „Ich freue mich drauf. Wir arbeiten seit einem viertel Jahr an der Planung, und ich bin vom Erfolg der Veranstaltung überzeugt“, sagt Jochen Hille. Anders als in München darf auf der Fuldaer Wiesn bis Mitternacht gefeiert werden. Freitag und Montag ist von 17 bis 24 Uhr; Samstag und Sonntag von 11 bis 24 Uhr geöffnet. 


Leser-Kommentare ( 1 )
  • ExFuldaer (799) | 18. June 2012;18.06.2012;1340011585 --> 18 Juni 2012
    ExFuldaer

    Fehlen nur noch die Dindl- Madel und ein paar mehr oder weniger bekannte Promis, und dann wird das schon.
    Auf der Wiesn kostet die Maß inzwischen fast 10 Euro, wenn Fulda das unterbietet, kann das Fuldaer Oktoberfest was werden