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27. August 2012



Grundsatzbeschluss: ÜWAG und GWV sollen verschmelzen

Von Norman Zellmer

Kreis Fulda
Der Fuldaer Kreistag hat einen Grundsatzbeschluss gefasst, wonach die kommunalen Energieversorgungsunternehmen ÜWAG und GWV fusionieren. Damit sollen Synergien erreicht werden, jedoch nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter: Der Kreistag verabschiedete eine entsprechende Resolution.

Mit der Verschmelzung der Energieunternehmen sollen „zukunftsfähige Strukturen“ geschaffen werden, sagte Fuldas Landrat Bernd Woide (CDU) in der Kreistagssitzung am Montag in Tann und gab einen Zwischenbericht. Die Gespräche in und zwischen beiden Unternehmen seien „so weit, dass die wahren Vorteile für Mitarbeiter, Kunden und Anteilseigner“ in einer Fusion lägen. „Ich halte den Weg für sinnvoll“, sagte der Landrat.

Die regionalen Energieversorger hatten in den zurückliegenden Monaten über Möglichkeiten der projektbezogenen Kooperationen, Joint Venture und Fusion gesprochen. Derzeit würden Unternehmensbewertungen vorgenommen. Unverrückbare Prämissen bei der Verschmelzung sei der Erhalt des kommunalen Einflusses, der Versorgungssicherheit und des steuerlichen Querverbundes zum Erhalt des ÖPNV sowie die Berücksichtigung der Mitarbeiterrechte. Einzelheiten über Unternehmensform, Zeitplan, Zusammensetzung des Aufsichtsrats nannte Woide noch nicht. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. Die Versammlung des Zweckverbandes solle aufgelöst oder ihr eine neue Aufgabe zugeteilt werden. Die Thüga als Anteilseigner der GWV werde in die Fusionsverhandlungen einbezogen.

Kritik – vor allem mit Blick auf die Thüga – kam von den kleinen Fraktionen (Bericht folgt), mit Ausnahme der Grünen: Ihr Fraktionschef Helmut Schönberger sagte, die Thüga und deren kommunale Vernetzung könne einem fusionierten Versorger nutzen.  Ein FDP-Änderungsantrag wurde abgelehnt. Die SPD brachte eine Resolution ein – sie erging einstimmig –, wonach bei der Fusion die Interessen der Belegschaften berücksichtigt werden. Landtagsabgeordnete Sabine Waschke mahnte einen „fairen Umgang“ und eine „transparente Beteiligung“ der Mitarbeiter an. 

Der Haupt- und Finanzausschuss der Fuldaer Stadtverordnetenversammlung, die einer  Fusion der beiden Energieversorger ebenfalls zustimmen muss, wird sich in seiner nächsten Sitzung am Montag, 3. September, (18 Uhr, Stadtschloss) mit dem Thema beschäftigen. Die Stadtverordnetenversammlung tagt dann eine Woche später,  am 10. September.


Leser-Kommentare ( 11 )
  • Kommentator42 (11) | 29. August 2012;29.08.2012;1346231097 --> 29 August 2012
    Mainova

    Ich will nicht gleich ein Vergleich mit Frankfurt am Main machen.
    Dort heißt der Versorger MAINOVA.
    Er liefert Stom, Wasser, Gas und Fernwärme.
    Also geht doch.

  • pelmazo (95) | 28. August 2012;28.08.2012;1346181654 --> 28 August 2012
    Wenn die erhofften

    Synergieeffekte bedeuten, dass zwei aufgeblähte Verwaltungs-Apparate gesundgeschrumpft werden und die Kostenersparniss an den Kunden weitergegeben wird : Wohlan ! Doch da hoffen wir ( und die Arbeiter der Unternehmen ) wohl vergebens. Denn : WIE die Synergieeffekte WIRKLICH gemeint sind, kennen wir von anderen Synergieeffekt-Aktionen...

  • ExFuldaer (800) | 29. August 2012;29.08.2012;1346239683 --> 29 August 2012
    Werden sie aber nicht

    Hallo Pelmazo,
    wovon träumen Sie denn nachts? Seit wann werden denn Einsparungen an Kunden weitergegeben?
    Die werden für das oberste Ziel der Betriebswirtschaft verwendet : für die Gewinnmaximierung... grinsen