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16. Februar 2012



Hessischer Rundfunk drehte im „Goldenen Karpfen“

Von Volker Nies

Fulda
Dass man in Osthessen ein bisschen leben kann wie Gott in Frankreich, wissen Einheimische längst. Von den vielen Möglichkeiten, zwischen Gersfeld und Fulda den Gaumen kitzeln zu lassen, berichtet der Hessische Rundfunk in einem 45-Minuten-Film am 2. April um 21 Uhr.

Besonders viel Spaß beim Dreh in der Reihe „Bilderbogen“ hatten die Fernsehleute im Romantikhotel „Goldener Karpfen“. Nicht nur, weil Chefkoch Matthias Klein-Arndt ihnen vor laufender Kamera ein Dreierlei vom Stöhr sowie Leckeres vom Biokalbsfilet mit Ziegenkäse zauberte, sondern vor allem, weil die Schwestern Renate (71) und Maria Tünsmeyer (69) so viel und so Herrliches von ihren Gästen zu erzählen hatten: von den Zwillingen Alice und Ellen Kessler, die für Tünsmeyers seit vielen Jahren zu Freundinnen geworden sind, den Eskapaden von Udo Lindenberg, den Scherzen von Bischof Johannes Dyba und der Heavy-Metal-Band, vor deren Besuch Tünsmeyers ein bisschen in Sorge waren, die Rockmusiker dann aber ganz früh brav ins Bett gegangen waren.

Werbung für die Region

Schlemmen in der Rhön
Die Redakteurinnen Barbara Petermann und Bettina Schrauf haben für den Film „Schlemmen in der Rhön“ aus der Reihe „Bilderbogen“ zahlreiche Stationen in der hessischen Rhön besucht.
Sie haben unter anderem den Chefköchen Udo Wischniewski im Lothar-Mai-Haus in Hofbieber-Steens und Björn Leist im Hotel Leist Sonne Engel in Hilders in die Töpfe geguckt, im Rhöner Bauernladen an der Wasserkuppe, dem Bauernhof Hahner in Künzell und im Stadtcafé in Hünfeld eingekauft, sowie Forellen aus Ehrenberg- Wüstensachsen und Marmelade und Liköre aus Nüsttal-Haselstein probiert.
Gesendet wird der Film am Dienstag, 3. April, um 21 Uhr. / vn
Die Besuche aller Prominenten sind auf zahlreichen Fotos dokumentiert, die den Flur des Hotels auf vielen Metern wandhoch bedecken und an denen schon die Augen vieler Gäste fasziniert hängen geblieben sind.Als der Hessische Rundfunk Tünsmeyers vor einiger Zeit fragte, ob sie dem HR-Kamerateam ihre Türen öffnen wollen, sagten die Hotel-Inhaberinnen schnell und gern zu. „Wir selbst nehmen uns nicht so wichtig. Aber für die Region ist es eine ganz tolle Werbung, wenn mit schönen Bildern gezeigt wird, was wir in der Rhön alles zu bieten haben. Nicht nur Hotels und Gastronomie leben von Urlaubern. Im vergangenen Sommer vibrierte die ganze Stadt, als durch die vielen Päpstin-Fans Fulda voller Touristen war“, sagt Renate Tünsmeyer. Aber natürlich sind große überregionale Berichte auch immer gute, unbezahlte Werbung für den Karpfen.

Beim Agieren vor der Kamera wirkten Maria und Renate Tünsmeyer sehr entspannt. Diese Lockerheit kommt nicht von ungefähr, denn mit Fernsehkameras haben sie und die Mitarbeiter des Karpfen schon eine ganze Menge Erfahrung.

In der ersten Folge der dann abgebrochenen Mini-Gerichtsserie „Alles was recht ist“ in der ARD frühstückten Michaela May und andere Protagonisten des Films im Karpfen. Für die WDR-Sendung „Zimmer frei“ wurde hier gedreht, und das ZDF kam mit der Kamera vorbei, als eine Postkutsche im Goethe-Jahr 1999 in Fulda Station machte, denn der Dichterfürst war im 18. und 19. Jahrhundert gleich mehrfach Gast in Fulda gewesen – und hatte auch im Karpfen logiert.



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