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6. November 2011



In Zahlen: 100 Jahre Segelflug auf der Wasserkuppe

Wasserkuppe
Kurzchronik zum Segelflug auf der Wasserkuppe 1911 bis 2011 vom Deutschen Segelflugmuseum. 1911 :Erster Start eines Gleitflugzeuges, der F.S. VVIII., Darmstädter Studenten auf der Wasserkuppe.

1911 Erster Start eines Gleitflugzeuges, der F.S. VVIII., Darmstädter Studenten auf der Wasserkuppe.

1912 Weltrekord: Am 22. Juli fliegt Hans Gutermuth aus Darmstadt von der Abtsrodaer Kuppe Richtung Reulbach auf der F.S.V. X. in 112 Sekunden 840 Meter.

1920 Erster Rhön-Segelflug-
Wettbewerb, organisiert vom Verleger Oskar Ursinus; erster Gummiseilstart als Startmethode für Segelflugzeuge.

1921 Erster Streckenflug mit einem Segelflugzeug: Wolfgang Klemperer fliegt am 30. August fünf Kilometer in 13 Minuten; zweiter Weltrekord von Arthur Martens: Er fliegt am 5. September auf der „Vampyr“ 7,5 Kilometer in 15 Minuten und 40 Sekunden

1922 Erster Segelflug über eine Stunde durch Arthur Martens.

1923 Einweihung des Fliegerdenkmals am Westhang am 30. August; erster Segelflug-Ausbildungskurs.

1924 Erster Motorseglereinsatz und erste Segelflugschule der Welt. Schulleiter wird Arthur Martens, Flugleiter Fritz Stamer; Gründung der Rhön-Rossitten-Gesellschaft; der Deutsche Wetterdienst errichtet eine Bergwetterstation.

1925 Segelflug wird von der Rhön nach Österreich, Italien und Russland exportiert.

1926 Max „Gewittermaxe“ Kegel absolviert den ersten Gewitterflug mit einem Segelflugzeug und fliegt 54 Kilometer weit.

1927 Schulungswettbewerb: Alexander Schleicher aus Poppenhausen fliegt auf „Hol’s der Teufel“ 3 Stunden 30 Minuten.

1928 Erster Raketenflug am 10. Juli 1928: Das Segelflugzeug „Ente“ (RRG-Raketen-Ente) mit Gummiseil gestartet, fliegt mit Raketenantrieb auf der Wasserkuppe in 80 Sekunden 1,5 Kilometer weit. Konstrukteure sind Alexander Lippisch und Fritz Stamer, der auch Pilot ist.

Ab 1930 ganzjähriger Flugbetrieb auf der Wasserkuppe

1932 Am 23. Juli stürzt Günther Groenhoff, Segelflug-Pionier, Testpilot und Inhaber aller zivilen Pilotenscheine, nach dem Start am Westhang tödlich ab.

1935 Erster Überlandflug über 500 Kilometer mit einem Segelflugzeug von der Wasserkuppe nach Brünn in der Tschechoslowakei.

1936 An Pfingsten erster Flug eines mit Funkfernsteuerung ausgerüsteten Segelflugmodells (BF 52); erstmals Zielflüge mit Segelflugzeugen im Rhön-Wettbewerb.

1937 Erstmals internationaler Rhön-Segelflugwettbewerb mit Teilnehmern aus sechs Nationen; Heini Dittmar wird Gesamtsieger; erste Segelflug-Weltmeisterschaft.

1938 Höhenrekord über 8000 Meter mit einem Segelflugzeug während des Wettbewerbs in der Rhön.

1944 Am Pfingstmontag-Nachmittag greift ein amerikanisches viermotoriges Bomberflugzeug Bauernhöfe am Pferdskopf und die Wasserkuppe an. Bomben fallen ins Gelände, die Hermann-Göring-Halle mit zahlreichen Segelflugzeuge wird getroffen, es gibt Tote und Verletzte, die Halle wird zerstört.

1945 Im April besetzen amerikanische Truppen die Wasserkuppe. Im Sommer übernehmen britische Truppen das Areal, einschließlich des Berggasthofes.

1947 übernimmt die US-Armee wieder die Wasserkuppe und baut die Radarstationen auf.

1950 Gründung des Aero-Clubs Rhön“; nach einem Streit wegen des Condor IVn (Quick-Condor) verlassen viele Mitgliedsvereine den Club. Fulda wird Sitz des Aero-Club.

1951 Im August erstes Segelfliegertreffen Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg; der Flugbetrieb auf der Wasserkuppe wird wieder aufgenommen; in Deutschland ist Segelfliegen wieder erlaubt.

1952 Gründung der Gesellschaft zur Förderung des Segelfluges auf der Wasserkuppe (GFS). Die Mitgliedsvereine bilden die Gesellschaft und führen den Namen „Rhönflug“ mit Orts- oder Zweckangabe.

1954 Einweihung der neuen Flugzeughalle und Verwaltungsgebäude mit Unterrichts- und Büroräumen sowie Unterkunftsräumen als Ersatzgebäude für die von der US-Armee zur Zeit besetzten Gebäude der ehemaligen Reichssegelflugschule; Wiedereröffnung der Segelflugschule.

1961 Jubiläum 50 Jahre Segelflug.

1970 Jubiläum 20 Jahre Deutscher Aero-Club seit Neugründung. Besuch des US-Astronauten und ersten Menschen auf dem Mond, Neil Armstrong, auf der Wasserkuppe; das Deutsche Segelflugmuseum wird eröffnet; Erster 511-Kilometer-Streckenflug mit einem Motorsegler: Werner Schleicher aus Poppenhausen fliegt nach St. Martin in Frankreich.

1974 Drachenflieger finden ideale Voraussetzungen für ihren Sport auf der Wasserkuppe und den Bergen der Rhön.

1982 Gründung des Rhönflug Oldtimer Segelflugclub Wasserkuppe im Hotel „Peterchens Mondfahrt“.

1986 Gleitschirmflieger starten auf der Wasserkuppe.

1990 Die militärische Flugüberwachungszone entlang der innerdeutschen Grenze wird aufgehoben.

1997 Start- und Landebahn auf dem Motorflugplatz werden verlängert und erhalten eine befestigte Decke. Die Wasserkuppe wird Sonderlandeplatz.

2002 Jubiläum 50 Jahre GFS.

2004 Erweiterung der Segelflugschule um die Motorflug-Ausbildung.

2006 Erweiterung des Segelflugmuseums um den Modellflug; Einweihung des Erweiterungsbaus am 20. Mai.

2007 Zwei in der Rhön beheimatete Drachen- und Gleitschirmflieger-Vereine werden Mitglied der GFS. Sie führen damit den Namen „Rhönflug“ im Namen.

2009 Die Bergkuppe erhält wieder einen Aussichtsturm: die ehemals militärisch genutzte Radom-Aussichtsplattform wird eröffnet. Das legendäre Segelflugzeug „Austria“ von 1930 mit 30 Meter Spannweite, nachgebaut im Maßstab 1:2 und mit Funkfernsteuerung ausgestattet, wird im Flugzeugschlepp gestartet und fliegt über der Wasserkuppe.

2011 Jubiläum 100 Jahre Segelflug: Die Deutsche Post gibt eine Sonderbriefmarke mit Stempel heraus, im Segelflugmuseum gibt es eine Sonderausstellung, im Juli findet das Welt-Cup-Finale im Segelfliegen statt.



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