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16. Januar 2012



JVA-Häftling nimmt sich das Leben

Von Rainer Ickler

Fulda
Ein 63-jähriger Häftling hat sich in der Nacht zum Sonntag in der Justivollzugsanstalt Fulda das Leben genommen. Er saß im Gefängnis, weil er einen Mieter wegen Mietschulden erschossen haben soll.

Der Mann saß in Untersuchungshaft, weil er am 4. Dezember 2011 in seinem Haus in Kirchheim (Kreis Hersfeld-Rotenburg) seinen 31 Jahren alten Mieter erschossen haben soll. Er sei häufiger mit dem Mann in Streit geraten, weil er die Miete nicht gezahlt haben soll.

Das Hessische Justizministerium bestätigte auf  Nachfrage den Vorfall. Sprecher Dr. Hans Liedel sagte, dass es sich um Suizid gehandelt habe. Er wollte aber Details nennen, wie der Mann zu Tode gekommen ist. "Die Findigkeit einer Person, die mit dem Leben Schluss machen will, ist groß", sagte er. Natürlich sei im Vorfeld darauf geachtet worden, dass ihm Gürtel, Schuhbänder oder andere Dinge, die gefährlich werden könnten, abgenommen worden seien. Liedel schloss ein Fremdverschulden aus. "Die Umstände, als der Mann am Morgen aufgefunden wurde, waren eindeutig und sprechen klar für einen Suizid", sagte er. In diesem Zusammenhang sprach er auch das Personal von jeglicher Schuld frei. Sie hätten vorschriftsmäßig gearbeitet. Nichts habe darauf hingedeutet, dass er sich umbringen würde. Er habe Besuch erwartet und hätte sich darauf gefreut.


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