Kindergarten in Dipperz wird modernisiert und 20 U-3-Plätze entstehen
Von Rainer Ickler
Dipperz
Rund 820 000 Euro kostet die Modernisierung des Kindergartens Birkenweg und der Anbau von zwei U-3-Gruppen. Mit den Arbeiten ist vor drei Wochen begonnen worden.
„Wir schließen mit dieser Investition die letzte Lücke in unserem Betreuungsangebot“, freut sich der Dipperzer Bürgermeister Klaus Dieter Vogler (parteilos).
Denn bislang waren die Zweijährigen in gemischten Gruppen mit Dreijährigen untergebracht. Einjährige konnten in Dipperz gar nicht betreut werden. Diese Lücke sollte beseitigt werden, zumal auch die Nachfrage vorhanden und die Kinderbetreuung ein wichtiger Standortfaktor sei, erklärt der Bürgermeister hinsichtlich des neuen Baugebietes Eichberg.
Zwei Kindergärten gibt es im Kernort. Einen in der Rhönstraße und nur einige hundert Meter entfernt den anderen in der Birkenstraße. Der wurde in den 60er Jahren gebaut und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. „Es musste etwas getan werden“, stellt Vogler fest. Und da habe es sich angeboten, Modernisierung und Anbau in einem Schritt durchzuführen. Zwei Gruppenräume für die unter Dreijährigen werden samt Schlafplätzen gebaut. Damit können maximal 20 Kleinkinder im Alter von eins bis drei betreut werden. „Wir hoffen, dass die Nachfrage groß genug sein wird“, blickt der Bürgermeister in die Zukunft. Immerhin gehört Dipperz zu den Gemeinden im Landkreis, deren Einwohnerzahl in den nächsten Jahren nicht zurückgehen werde.
Im Altbau werden zwei große Räume für die Betreuung geschaffen, dazu kommen noch ein gemeinsamer Sanitär- sowie ein Bewegungsraum. Im Zuge der Modernisierung wird die Heizanlage und die Elektrik erneuert, erklärt Vogler.
Die Sanierung schlägt mit 525 000 Euro zu Buche, 295 000 der Anbau. Dafür gibt es eine Landesförderung in Höhe von 300 000 Euro sowie eventuell ein Neuplatzbonus (16 000 Euro) und einen Kreiszuschuss von 26 000 Euro.
Da in der erweiterten Einrichtung mehr Kinder betreut werden, müssen auch zusätzliche Erzieherinnen eingestellt werden. Bislang sind zwölf Erzieherinnen (nur zwei Vollzeitkräfte) in den beiden Kindergärten beschäftigt. 115 Jungen und Mädchen sind derzeit angemeldet. Vermutlich müssen auch die Gebühren überdacht werden, blickt der Bürgermeister in die Zukunft.
Im September sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, so sieht es der ehrgeizige Bauplan vor. „Wir werden aufpassen, dass uns die Kosten nicht weglaufen“, kündigt Klaus-Dieter Vogler schon mal an. Derweil sind die Kinder aus den zwei Gruppen, die bislang im Birkenweg betreut wurden, ausgelagert worden. Im Feuerwehrgerätehaus und im Kindergarten Rhönstraße sind die Jungen und Mädchen in der Übergangszeit untergebracht.
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