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15. Juni 2012



Kommission „Unser Dorf hat Zukunft“ besucht Lüdermünd

Von Sebastian Kircher

Lüdermünd
Seit Monaten haben sich die Lüdermünder auf diesen Termin vorbereitet. Jetzt endlich war die Kommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ vor Ort – und zeigte sich beeindruckt.

Die Lüdermünder hatten für den Besuch einiges im Programm. Stadtbaurätin Cornelia Zuschke (parteilos), die selbst einmal in dem nordöstlichen Ortsteil Fuldas gewohnt hatte, betonte in ihrem Grußwort, dass Neuankömmlinge in Lüdermünd nicht ausgeschlossen, sondern herzlich aufgenommen werden würden.

Laut Wehrführer Christoph Schmelz ist die Feuerwehr in Lüdermünd weit mehr als nur Brandschützer. „Dadurch, dass wir der einzige Verein im Ort sind, bilden wir quasi den Motor der Gemeinde und treiben das Dorf immer wieder voran“, sagte Schmelz.

Im Bürgerhaus wurde der Kommission dann das Video vom Wettbewerb „Dolles Dorf“ des Hessischen Rundfunks gezeigt, an dem Lüdermünd 2006 teilgenommen hatte. Dieser Wettbewerb sei der Startschuss für die Gemeinde gewesen, etwas zu bewegen, sagte Ortsvorsteher Thomas Schmitt. Anschließend ging es auf eine Tour mit der Bimmelbahn durch das 220 Einwohner zählende Dorf.

Ortsvorsteher Schmitt konnte bei der Fahrt zeigen, wie sich der Ortsteil über dem breiten Fuldatal und dem Mündungstal der Lüder in die Fulda erhebt und von zwei Seiten von dicht bewaldeten Anhöhen umgeben ist. „Das ist Naherholung pur. Wir leben, wo andere gerne Urlaub machen wollen“, sagte Schmitt. Landwirtschaftliche Gebäude verfielen nicht und würden nicht abgerissen. Vielmehr seien viele landwirtschaftliche Häuser entweder zu gewerblichen Zwecken genutzt oder zu Wohnzwecken umgebaut worden. Als eines der jüngsten Projekte wurden die Häuser mit Schildern der alten Hausnamen versehen und eine Infotafel zur Ortsgeschichte aufgestellt. Der Spielplatz sei eine der wichtigsten Investitionen der vergangenen Jahre, so der Ortsvorsteher. In Lüdermünd lebten schließlich 52 Personen unter 18 Jahren – fast ein Viertel des Dorfes.

Nach der Tour durch den Ort wurde der neunköpfigen Kommission noch die Lüdermünder Hymne vorgesungen. Monique Bunzel vom Regierungspräsidium Darmstadt zeigte sich begeistert von der Vorführung. „Wir müssen zugeben: Wir sind ziemlich angetan von Lüdermünd“, sagte Bunzel. Als die Kommission ankam, habe sie sich gar nicht vorstellen können, was das kleine Dorf alles biete. „Lüdermünd ist ein schöner Ort, ein echtes Schatzkästchen. Sie haben Zukunft.“

Noch bis zum 27. Juni werden Orte in ganz Hessen begutachtet. Der Sieger wird am 9. Juli bekannt gegeben.


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