Krise beschert Marianum eine Sporthalle
Von Rainer Ickler
Fulda
Die wirtschaftliche Krise vor knapp drei Jahren bescherte dem Marianum eine neue und moderne Sporthalle. Denn nur dank des Konjunkturprogramms, das aufgelegt wurde, um die Wirtschaft anzukurbeln, konnte das 3,5-Millionen-Euro-Projekt verwirklicht werden.
Die Bedingungen für den Sportunterricht an der Fuldaer Privatschule, die von knapp 1300 Schülern besucht wird, sind damit erheblich verbessert worden. In den Jahren zuvor musste nämlich ein Drittel des Sportunterrichts in andere Hallen verlagert werden. In der alten Turnhalle sei es unmöglich gewesen, alle Schüler zu unterrichten, erläuterte Peter Michel von der Fachschaft Sport. Diese Zeiten sind vorbei, am Freitag ist das neue Gebäude eingeweiht worden.
Schulleiter Dr. Lothar Schöppner nannte das Bauwerk „gelungen, funktional und hochmodern“. Er wies darauf hin, dass in Fulda lediglich am Domgymnasium und am Marianum der Leistungskurs Sport angeboten werde. Dafür biete die Schule jetzt optimale Voraussetzungen. Denn neben der Halle ist im vergangenen Jahr eine großzügige Außensportanlage entstanden.
„Manchmal werden Wünsche wahr“, sagte für den Träger, Geschäftsführer Winfried Engel. Schon vor zehn Jahren sei mit dem Gedanken gespielt worden, eine Halle zu bauen. Doch die Träume zerstoben mangels Geld. Durch das Konjunkturprogramm bezuschusste das Land den Bau mit 1,3 Millionen Euro. Den Rest teilen sich Diözese, Stadt, Landkreis und Stiftung. Engel mahnte die Landesregierung, auch in Zukunft die Privatschulen zu unterstützen und ihnen nicht – wie geplant – die Gelder zu kürzen. In diesem Zusammenhang lobte er ausdrücklich Landkreis und Stadt Fulda. Sie unterstützten die Schulen gut.
Architekt Berthold Möller vom Architekturbüro Möller &Vey erläuterte die Planungen. Da das Gebäude in einen Hang gebaut wurde, wirke das 48 Meter lange, 28 Meter breite und 9 Meter hohe Gebäude kleiner und passe harmonisch in die Landschaft. Das Innere sei dank vieler Oberlichter und der großen Glasfassade hell und freundlich.
Grußworte sprachen Landrat Bernd Woide, Oberbürgermeister Gerhard Möller (beide CDU), Schulamtsdirektor Wolfgang Kremer, Schulelternbeiratsvorsitzender Thorsten Farnung und Schulsprecherin Alina Heurich. Turnhallenrap, Stocktanz und Judo-Vorführungen sowie Beiträge des Jugendblasorchesters und des Chors umrahmten die Einweihung. Die neuen Räume wurden von Generalvikar Dr. Gerhard Stanke und Schulpfarrer Christian Schmitt gesegnet.
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