Ausstellung fördert Dialog mit Kranken
FULDA Malerei, Zeichnungen, Fotografien, Drucke – die ganze Breite künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten haben Schüler der Rabanus-Maurus-Schule für ihre Werke genutzt.
Damit die Öffentlichkeit die Kunstwerke sehen kann, öffnet die Psychiatrie des Klinikums Fulda ihre Flure erstmals für eine Ausstellung mit Schülerarbeiten.
„Das ist eine gute Begegnungsmöglichkeit für Gesunde und Betroffene“, sagte Georg Vollmer, Fachkrankenpfleger und Organisator der Ausstellung, bei der Vernissage. Er erinnerte daran, dass die Abteilung in der Vergangenheit vor allem Kunst von seelisch Erkrankten gezeigt habe – auch um zu zeigen, zu welchen Leistungen die Kranken in der Lage seien. Er wünsche sich, sagte Vollmer, dass seelische Erkrankungen ebenso wie bereits das Thema Sucht im Unterricht besprochen werden könnten. Die Bilder seien in der Lage, die Betrachter zum Nachdenken zu bringen und zu erheitern.
Kathleen Schulz, Kunsttherapeutin in der Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie, erklärte, dass Kunst helfe, sich selbst wahrzunehmen und Gefühle auszudrücken. Um Leistungen gehe es nicht. Nach ihrem Eindruck sei das Klinikum Fulda ein guter Ort für Kreativität.
„Ziel der Ausstellung ist der Dialog zwischen Menschen. Vor unseren Bildern kommt man in einen anderem Kontext ins Gespräch“, sagte Angelika Beckmann, Fachsprecherin Kunst am Domgymnasium. Sie dankte Schülern, Kollegen und Schulleitung für die Unterstützung des Projekts. Schon beim Aufbau der Ausstellung habe es viele freundliche Kommentare von Patienten gegeben.
Für den musikalischen Rahmen sorgten die Schüler Marta Santek (Gesang) und Robert Wienröder (Klavier). Die Kunst der Schüler ist bis zum Beginn der Sommerferien auf den Fluren der Psychiatrie des Klinikums Fulda zu sehen.
vn
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