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13. Juni 2008



Rabanus-Maurus-Schule verabschiedet Abiturienten

FULDA 89 Schüler – und damit die gesamte dreizehnte Jahrgangsstufe der Rabanus-Maurus-Schule in Fulda – hatten am Freitag allen Grund zum Feiern.

Sie bekamen nach einem Abschluss-Gottesdienst ihren Erfolg schwarz auf weiß bestätigt und sämtliche liebe Worte für die Zukunft mit auf den Weg. „Sie haben den ersten großen Abschnitt in Ihrem Leben zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht“, freute sich Schulleiter Matthias Höhl. „Ohne die Grundlagen der Schulfächer kann man die Welt nicht verstehen“, erklärte er in seiner Rede und folgerte: „Wissen gibt Orientierung.“ Besser zurechtfinden in der Welt der Globalisierung könnten sich die Schüler auch durch Bildung. Wobei es sich das Domgymnasium mit seiner humanistischen Tradition zur Aufgabe gemacht habe, neben trockenem Stoff auch kulturelle Identität zu vermitteln. „Die Wurzeln Ihres Elternhauses, Ihrer Heimat, Ihrer Schule machen Sie zu starken Individuen – nutzen Sie diese Stützen“, gab er den Abiturienten abschließend mit auf den Weg.
Die Gruß- und Dankesworte des Vorsitzenden des Schulelternbeirats, Pfarrer Heinz-Georg Henning, richteten sich vor allem an Eltern und Lehrer, die den Abiturienten auf ihrem langen Weg unterstützend zur Seite standen. „Hier werden aus jungen Menschen Persönlichkeiten, die die Reifeprüfung bestanden haben“, resümierte er. „Doch der Ernst des Lebens beginnt nicht mit dem Abitur – er hat schon längst begonnen“, betonte er.

Bestes Abitur mit 1,0

„Das gute Abschneiden der Dreizehner ist ein Beweis dafür, dass wir auf dieser Schule gut auf das Zentralabitur vorbereitet werden“, erklärte Schulsprecherin Adelheid Gräfin von Soden-Fraunhofen. „Nehmt eure Freude mit und strahlt sie weiter aus“, appellierte sie an die Schulabgänger, die schon in den vergangenen Wochen durch Abifeiern und Abigag für viel Spaß gesorgt hätten.
„Es irrt der Mensch, solang er strebt“, zitierte Dr. Andreas Hertel, Vorsitzender des Freundeskreises „Wir Freunde des Domgymnasiums“ aus Goethes Faust. „Habt Mut, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen“, motivierte er die Abgänger und setzte sich für das natürliche Streben ein.
Den Lebensweg der Abiturienten verglich Henn-Hubertus Riedesel Freiherr zu Eisenbach in seiner Abschiedsrede im Namen der Absolventen mit dem Wandern in Wanderschuhen. „Je fester der Schuh – also das Fundament – ist, desto mehr Unterstützung hat man auf dem Weg“, erklärte er. Er dankte den Lehrern für die ethischen Werte, die sie neben dem trockenen Lernstoff vermittelt hätten. „Wir haben uns emanzipiert – von Klecksern, wie wir in der fünften Klasse genannt wurden, zu Charakteren.“
Auf die Reden, die musikalisch umrahmt wurden von dem Chor II und der Big Band des Domgymnasiums sowie dem Chor der Abiturienten, folgte die Ausgabe der Zeugnisse. Am besten abgeschnitten haben Jan-Christian Hütter (1,0) und Louisa D‘Errico (1,2). Geehrt wurden anschließend zahlreiche Schüler für ihr Engagement in der Schülervertretung, in AGs, beim Streitschlichten, bei „Jugend trainiert für Olympia“ sowie für außerschulische Leistungen. Voller Vorfreude auf den Abiball verließen die Absolventen die Aula der Rabanus-Maurus-Schule.

Von Rebecca Herrlich



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