Loheland-Schüler absolvierten ein Praktikum im Wald
bh
Hofbieber/Künzell
Wenn es im Wald kracht, sind in der Regel Forstwirte bei der Arbeit. Doch diesmal gingen Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Rudolf-Steiner-Schule Loheland ans Werk.
Mit Axt und Schrotsäge fällten sie im Rahmen eines Praktikums Bäume und erfuhren Interessantes über den Wald und seine Nutzung. Bei dem Praktikum ging es auch um kulturelle und Umweltbildung, die sich die Unesco-Projekt-Schulen auf ihre Fahnen geschrieben haben. In diesem weltweiten Schulnetzwerk der Unesco arbeitet die Waldorfschule Loheland seit 2006 mit. Aber auch andere fachübergreifende Projekte, etwa die Landwirtschaft beinhalten die Praktika.
Forstamtmann Christoph Prinz vom Forstamt Hofbieber hatte das Waldprojekt ausgearbeitet und Forstwirtschaftsmeister Dieter Langut sowie der Pädagoge Andreas Entfeller sorgten vor Ort für einen fachgerechten und unfallfreien Ablauf. Bevor es im Wald losging, wurden die Schüler über die unterschiedlichen Baumarten und Unfallgefahren aufgeklärt.
Die Schüler erfuhren etwas über die Baumansprache, die vorgesehene Fällrichtung des Baumes sowie den Fallkerb, den sie mit Äxten aus den Baumstämmen schlugen. Den Fällschnitt setzten sie dann per Hand mit der Schrotsäge. Arbeiten, die ihnen ein großes Maß an Umsicht und Konzentration abverlangten. Lag der Baum, wurde er entastet, und seine Holzmenge ausgemessen. Also stand auch die Mathematik auf dem Praktikumsplan.
Philipp Kowalsky (14) hatte sich die Arbeit leichter vorgestellt, obwohl sie interessant war und ihm Freude bereitete. Daniel Frevel (14) fand es toll, „selbständig arbeiten zu dürfen und zu erleben wie dann ein Baum fällt. Dabei wird viel von einem gefordert“. Und auch für den erfahrenen Lehrer Andreas Entfeller sei es immer wieder interessant, dass man vermitteln könne, mit einfachen Mitteln perfekt Bäume zu fällen.
Aber auch andere Arbeitseinsätze im Wald standen auf dem Programm des einwöchigen Praktikums. Da waren die Jungbestandspflege sowie das Pflanzen von kleinen Bäumen und das Freiräumen der Flächen. Ferner erfuhren die Schüler Wissenswertes über die Brennholzaufarbeitung und Lagerung sowie über Pflegearbeiten im Naturschutzgebiet unter Anleitung von Mitarbeitern des Biosphären-Reservats Hessische Rhön.
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