Marianne und Michael freuen sich auf Fulda
Von Carolin Hartmann
Fulda/München
Marianne und Michael treten nur noch selten auf. „Wir spielen nur noch dort, wo wir auch wirklich Lust drauf haben“, sagen die beiden. Umso schöner, dass sie für die 1. Fuldaer Wiesn gewonnen werden konnten!
Zusammen mit ihrem Michael ist die Münchnerin am 16. September auf der 1. Fuldaer Wiesn zu erleben. „Ich finde es super, dass sich das Oktoberfest in ganz Deutschland verbreitet, ja sogar auf der ganzen Welt gefeiert wird“, sagt Marianne. Auf Gran Canaria, in China – ja überall gäbe es eine Wiesn. „Das ist hip“, sagt sie und ist schon ganz gespannt, wie sich die Leute in Fulda in Tracht und Dirndl zeigen. „Ich hoffe, dass sich viele entsprechend anziehen, sich ‚aufmascheln‘ und gute Laune mitbringen.“
Für Marianne gibt es nichts Schöneres, als dass dieses „Oktoberfest-Gefühl“, dieser Spaß, nicht mehr nur den Leuten in München, sondern weltweit zuteil wird. „Die Leute gehen gerne zu den Wiesn. Es ist für sie Ausdruck von Heimat, von Tradition. Aber natürlich will das Publikum mal wieder deutsche Lieder singen. Im Radio hört man ja nur englische Songs.“
Fans von Marianne und Michael können sich am 16. September auf Ohrwürmer wie das „Fliegerlied“, Klassiker und echte Schlager freuen. „Wir als Münchner Kindl wissen, was die Leute hören wollen und werden sie dazu bringen, auf den Tischen zu tanzen – wie es sich für eine Wiesn gehört.“ Es wird stimmungsvoll und lustig mit Liedern wie „Wann fangt endlich Musi an“, „Wann passt der Bua in Lederhosen rein“ und „I mag Germany“. Eine bunte Mischung eben, verspricht Marianne.
Eine lange Wunschliste ihrer Fans haben die beiden im Gepäck, wenn sie nach Fulda kommen. „Wir spielen das, was unsere Fans immer wieder hören wollen.“ Ob es auch Lieder gibt, die Marianne und Michael gar nicht gefallen, die sie ihren Fans zu Liebe aber spielen? „Auch wir haben Lieder auf unseren Schallplatten, die uns nicht gefallen – aber die gefallen auch nicht unseren Fans. Die haben wir einfach rigoros aus unserem Live-Programm aussortiert. Für Fulda werden nur die besten und schönsten Lieder genommen.“
Die Fans danken es ihnen. Kein Wunder, dass sich schon einige aus Fulda und Eiterfeld bei Marianne und Michael gemeldet haben. „Viele freuen sich, dass wir auf die Wiesn in Fulda kommen.“ Zu ihren Fans pflegen die Volksmusiker einen engen Kontakt. Fanpost, und Presseanfragen beantworten sie selbst. „Abends in aller Ruhe schauen wir unsere Post durch. Es sind immer nette Briefe, ja sogar Liebesbekundungen dabei. Leute, die uns vermissen, weil wir nicht mehr so viel im TV zu sehen sind.“ Vor ein paar Jahren haben die beiden ihre Fernseh-Auftritte reduziert, und auch auf der Bühne sind sie seltener zu sehen. „Nächstes Jahr feiern wir 40. Bühnen-Jubiläum. Eine lange Zeit! Inzwischen spielen wir nur noch für besondere Anlässe, geben Shows, auf die wir auch wirklich Lust haben.“
So haben die beiden privat mehr Zeit füreinander. Denn mit der Musik und dem Privatleben in der Öffentlichkeit zu stehen, sei nicht immer einfach gewesen. „Homestorys gibt es nicht mehr, auch Interviews geben wir nur noch wenige. Wir haben uns privat zurückgezogen.“ Dennoch sei es für sie nie eine Gefahr gewesen, privat und beruflich für die Boulevard-Presse interessant gewesen zu sein. „Die gemeinsame Musik hat uns zusammengehalten. Wir sind immer auf dem Boden der Tatsachen geblieben“, verrät Marianne ihr Erfolgsrezept. „Michael ist jemand, auf den ich mich immer 100-prozentig verlassen kann.“ Die Lieder, die Mariannes Mann Michael selbst geschrieben hat, sind übrigens ihre Lieblingslieder.
Die Zeilen sind zumeist mitten im Leben entstanden – beim Spaziergang in den Bergen zum Beispiel. „Mein Mann schreibt sie dann nachts nieder.“ Und wenn Marianne ein Lied mal nicht gefällt? „Dann kann ich das dem Michael direkt sagen. Bei uns geht es demokratisch zu. Wir treffen uns dann in der Mitte und schließen Kompromisse.“ Gemeinsam Lieder aussuchen, zusammen Musik machen – das ist auch das, was die Fans an Marianne und Michael lieben. Eine Solokarriere sei deshalb auch nie in Frage gekommen. „Die Leute wollen uns im Doppelpack. Wir sind eben gebrandet!“
Tickets und Tischreservierungen in den Ticketshops der Fuldaer Zeitung in Fulda, Peterstor 18 und Frankfurter Straße 8, bei der Hünfelder Zeitung in Hünfeld, Fuldaer Berg 46, bei den Kinzigtal Nachrichten in Schlüchtern, Obertorstraße 39 bis 41 und beim Schlitzer Boten in Schlitz, Ringmauer 7.
Weitere Infos unter www.fuldaer-wiesn.de
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