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6. September 2012



Merkel kommt am 10. Oktober nach Fulda

Von Volker Nies

Fulda
Die Fuldaer CDU ist nicht mit allen Entwicklungen der Bundespartei zufrieden. In ein paar Wochen hat sie die Gelegenheit, ihre Kritik der Parteivorsitzenden persönlich vorzutragen. Dr. Angela Merkel kommt am 10. Oktober zu einer Regionalkonferenz nach Fulda.

„Für die Fuldaer CDU ist das ein Höhepunkt in der Parteiarbeit. Es ist eine ehrenvolle Sache, dass Fulda als Veranstaltungsort ausgesucht wurde. Die Kanzlerin, die ich bewundere, macht eine tolle Arbeit. Großartig, dass wir sie zum zweiten Mal nach 2009 in Fulda zu Gast haben“, erklärt CDU-Kreisvorsitzender Dr. Walter Arnold.

Die Bundes-CDU plant zur Vorbereitung des Bundesparteitags im Dezember sechs Regionalkonferenzen, bei denen die Parteibasis zu Wort kommen soll. Die Konferenz für die Mandatsträger aus Hessen und Thüringen findet am 10. Oktober ab 18 Uhr im Kongresszentrum Esperanto statt. Die Diskussion soll zwei bis drei Stunden dauern. Fulda wurde gewählt, weil es für Hessen und Thüringer günstig gelegen und wohl Hessens größte CDU-Hochburg ist.
Eingeladen sind alle CDU-Mandatsträger aus beiden Bundesländern bis zur Gemeinde-ebene sowie die 3500 Mitglieder des CDU-Kreisverbands Fulda einschließlich der bis Ende September erfolgenden Neueintritte, teilt CDU-Kreisgeschäfsführerin Gaby Kerber mit. Sie ist in die Vorbereitung des Megatreffens eingebunden. 1500 bis 2000 Mitglieder werden erwartet.

Treffen nicht öffentlich

Kerbers Puls schlägt schon höher – aber nur ein bisschen:„Beim ersten Besuch der Kanzlerin, der Wahlkampfveranstaltung im September 2009, war der Aufwand viel höher. Die Veranstaltung war unter freiem Himmel“, berichtet sie. Medienvertreter dürfen teilnehmen, ansonsten ist das Treffen nicht öffentlich.
Zwei CDU-Funktionsträger, die bei dem Treffen eigentlich unverzichtbar sind, haben sich bereits entschuldigt:Hessens CDU-Landeschef Volker Bouffier und CDU-Bezirks- und Kreisvorsitzender Walter Arnold. Sie besuchen zeitgleich mit einer Wirtschaftsdelegation Südkorea. „Ich bedauere sehr, dass ich nicht da sein kann“, sagt Arnold.

Für den Landes- und den Kreisverband wird jeweils ein Vize-Vorsitzender sprechen, der frühere Verteidigungsminister Dr. Franz-Josef Jung für die CDU-Hessen, der Fuldaer Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel für den Kreisverband. Dippel soll dabei ansprechen, dass die osthessische CDU mit dem Vorstoß von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder für die steuerliche Gleichstellung von traditionellen Ehen mit gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften unglücklich ist.

„Wolfgang Dippel wird dafür wohlgesetzte Worte finden. Es wäre ungewöhnlich, wenn wir der Vorsitzenden erst einen Brief schreiben und das Thema, das in der Region so lebhaft diskutiert wird, dann nicht ansprächen, wenn sie in Fulda zu Gast ist“, sagt Arnold. Bundeskanzlerin und Parteichefin Merkel wird von Generalsekretär Hermann Gröhe begleitet. Regionalkonferenzen seien ein bewährtes Forum, „bei dem über alle Themen diskutiert wird, die unseren Mitgliedern unter den Nägeln brennen“, teilt Gröhe mit.


Leser-Kommentare ( 6 )
  • Helmke (32) | 7. September 2012;07.09.2012;1347002904 --> 07 September 2012
    Kanzlerin kommt

    Erst mal Danke an die Vorredner und die weiteren Anregungen. Trotzdem scheinen nur wenige Mitbürger und FZ-Leser an wirklich wichtigen Themen Interesse zu haben. Hörte man gestern Frau von der Leyen bei Maybrit Illner ist rententechnisch auch alles in Butter traurig Ich hoffe Frau Merkel erhält ebenfalls Fragen hierzu? Die großen Probleme lassen sich nicht wegdiskutieren. Sprit, Rente, Steuer, Zeitarbeit u.v.m.: Herr Dippel, Sie sind gefordert.

  • internet (32) | 6. September 2012;06.09.2012;1346933450 --> 06 September 2012
    Und jetzt kommt sie selbst,

    und auf einmal wird sie wieder "bewundert" und macht "tolle Arbeit"! Hat sich kürzlich hier bei den CDU-Granden ganz anders gelesen. Komischer Sinneswandel! Wetten, dass alles nur "Missverständnisse" waren?

  • Helmke (32) | 6. September 2012;06.09.2012;1346916484 --> 06 September 2012
    Kanzlerin kommt

    Statt der Kanzlerin und dem Volk die Zeit zu stehlen, um Fragen zur steuerl. Gleichstellung von Schwulenehen zu stellen, sollte man auf aktuelle Probleme, z.B. die Spritpreise (Wo soll das hinführen?) und z.B. Kilometerpauschale hinweisen! Die KM-Pauschale vor 30 Jahren betrug 0,52 DM und heute 30 Cent. Wer rechnen kann? da stimmt nichts mehr..... erbitte weitere Anregungen von FZ-Lesern.