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12. Oktober 2012



Migros-Chefs zu Besuch in Fulda

DOSSIER: Tegut-Verkauf
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Fulda
Migros Zürich hat mit Tegut offensichtlich viel vor, denn Chef Jörg Blunschi sagt: „Ich finde, jeder deutsche Kunde hat Tegut verdient.“ Das heißt: Bundesweite Expansion und „Fulda als unser Deutschlandsitz“, wie der 51-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte.

Einen Tag nach der Pressekonferenz in Zürich ist Jörg Blunschi mit Finanzchef Christian Keller auf Fuldatour, spricht mit Tegut-Mitarbeitern und ist bei Oberbürgermeister Gerhard Möller (CDU)zu Gast. „Der wichtigste Moment in den vergangenen 48 Stunden war für mich, vor die Mitarbeiter zu treten. Wir haben aus der Ferne mitbekommmen, dass die Verunsicherung bei ihnen gestiegen ist. Ich wollte ihnen heute die Last von den Schultern nehmen“, sagt Blunschi, der Verständnis dafür hat: „Die Größe der Migros kann einem auch ein bisschen Angst machen.“

Er denke jedoch, dass es ihm gelungen sei, die „elementaren Botschaften“ zu vermitteln: Tegut bleibe Tegut und werde gesund wachsen – also zunächst im bestehenden Filialnetz der knapp 300 Märkte, die nun alle unter die Lupe genommen werden. Bei Tegut sei es, wie bei Migros auch: Es gebe tolle Märkte und auch sehr alte. Aber bei Tegut sei „die Spreizung“ zu groß: „Bei dem einen braucht’s nur Pinselkosmetitk, bei dem nächsten muss man Mobiliar umstellen, und bei einem dritten Markt braucht’s eine Revitalisierung. Das müssen wir sehen“, sagt der Migros-Chef und ist sich sicher, dass mit dem „neuen Ladenbau-Konzept von Migros“ viel bewegen kann.

„Aber ihr Deutschen tickt anders als wir“, sagt er lächelnd und bringt seine Meinung dazu auf den Punkt: „Wir bei Migros lernen auch von Tegut. Es wäre arrogant, wenn wir das einfach überstülpen wollten. Da würden wir grässlich auf die Schnauze fliegen. Das ist schon anderen passiert.“ Migros plane, im nächsten Jahr zwei bis drei Filialen als Pilotmärkte auszustatten, um mehr Erfahrungen zu sammeln. Keinesfalls werde jedoch von der Migros übernommen, dass es weder Alkohol noch Zigaretten dort gibt. „Nein, das führen wir in Deutschland nicht ein“, sagt Blunschi.

Den ausführlichen Bericht und weitere Hintergründe
lesen Sie am Samstag in unserer Printausgabe
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Leser-Kommentare ( 5 )
  • Occupy (365) | 13. October 2012;13.10.2012;1350125746 --> 13 Oktober 2012
    Warum eigentlich nicht?

    "Keinesfalls werde jedoch von der Migros übernommen, dass es weder Alkohol noch Zigaretten gibt.": Warum eigentlich nicht - das wäre doch mal wenigstens ein positiver Aspekt in dem ganzen Beschwichtigungs-Getue, das sich schon sehr bald als Plazebo erweisen wird.

  • Frohnapfel (367) | 14. October 2012;14.10.2012;1350199598 --> 14 Oktober 2012
    Ohne Alkohol und Zigaretten

    Sollte man in Deutschland ruhig mal ausprobieren. Die Werbung wurde ja auch gegen Widerstände reduziert. Das Problem lösen wir dadurch zwar nicht, aber den Versuch ist es wert.

  • phillip_kiel (3) | 13. October 2012;13.10.2012;1350106694 --> 13 Oktober 2012
    Überprüfen!

    Die richtige Strategie gegen Umsatz- und Wachstumsstagnation ist, das Preis - Leistungsverhältnis zu überprüfen und die Qualität! Denn dass stimmt bei Tegut schon lange nicht mehr! Kein Wunder dass es in Stagnation endete!