Mineralbrunnen sauer über Schirm-Regel
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Fulda
In ungewohnter Eintracht sind die Mineralbrunnen Förstina in Lütter und RhönSprudel in Weyhers sauer auf die Stadt Fulda. Die Stadtverordneten haben beschlossen, dass sie die – unterschiedlich – blauen Schirme der beiden Mineralwasser-Unternehmen nicht mehr in der Fuldaer Innenstadt sehen wollen.
Die Marketingleute der Brunnen fielen aus allen Wolken, als sie aus unserer Zeitung erfuhren, dass die Stadt Fulda strenge und penibel genaue Vorschrift für die Farben von Sonnenschirmen macht – Vorschriften, die das Aus für die blauen Schirme von Förstina und RhönSprudel in Fuldas Innenstadt bedeuten. Der Sonnenschutz, dessen Farbe den Stadtverordneten nicht gefällt, muss zwar erst in fünf Jahren abgeräumt werden, aber schon jetzt dürfen keine neuen blauen Schirme mehr aufgestellt werden.
„Der Beschluss kam für uns über Nacht. Uns hat vor dem Beschluss niemand gefragt oder informiert. Den Beschlusstext kennen wir bis heute nicht“, bedauert Jürgen Bühler, Marketingleiter bei
RhönSprudel. Er ist über die Entscheidung der Stadt Fulda „gar nicht glücklich“. Förstina-Verkaufsleiter Peter Seufert klagt: „Wir sind nicht erfreut. Wir können nicht nachvollziehen, warum den Stadtverordneten ausgerechnet die Trendfarbe Blau nicht gefällt.“ Die Brunnen haben jeweils mehrere Tausend der großen Sonnenschirme kostenlos an Gaststätten in ihrem gesamten Einzugsgebiet verliehen. Für RhönSprudel und Förstina sind es „schöne und praktische Werbeträger“, wie Seufert und Bühler sagen. Sie wollen die neue Satzung über Sondernutzungen an öffentlichen Straßen jetzt erst einmal prüfen.
Weiß, rot, grau ja, blau nein
Nicht klar geregelt ist etwa die Frage, ob die Schirme einen Schriftzug tragen dürfen oder ob sie konsequent einfarbig sein müssen, wie es der Wortlaut der neuen Satzung eigentlich vorschreibt. Michael Schwab, Pressesprecher der Stadt Fulda, erklärt, „eine zurückhaltende Beschriftung“ sei zulässig. Bühler verweist warnend darauf, dass RhönSprudel nicht nur in Fulda Schirme verleiht. „Wenn die Fuldaer Linie in anderen Großstädten Schule macht, dann wird es ganz schwierig. Wir haben ein Vertriebsgebiet mit einem Radius von 200 Kilometern. Wenn jetzt auch Nürnberg und Kassel, Würzburg und Gießen ähnliche Vorschriften für die Farbe von Sonnenschirmen erlassen, dann kriegen wir ein Problem. Wir können nicht für jede Stadt eine eigene Schirm-Farbe wählen, – und wir wollen es auch nicht, weil Kommunikation auch von einem einheitlichen Auftritt lebt“, sagt der RhönSprudel-Marketingchef.
Die Hochstift-Brauerei sieht die neue Fuldaer Satzung mit Verwunderung, aber gelassen. Ob das Rot der Hochstift-Schirme den zulässigen Farbtönen Rubinrot, Lachsrot und Orientrot entspricht, hat Unternehmer Ulrich Klesper noch nicht geprüft. „Uns treffen die Schirm-Regeln praktisch nicht, da wir nur bei eigenen Veranstaltungen mit den Schirmen werben und wir nur wenige Schirme ausgeben“, sagt Klesper. Die Kollegen von RhönSprudel und Förstina nimmt er in Schutz: „Mich hat das Blau der Schirme bislang nicht gestört.“
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Nuesttaler (2) | 28. June 2012;28.06.2012;1340897200 --> 28 Juni 2012
Ganz einfach
Es ist doch so einfach, die Stadt Fulda kauft allen Gastronomen einheitliche weiße, graue, rote Schirme.
So ist ein einheitliches Bild gewährleistet, und alle
sind Glücklich. Was für ein Quatsch kein Mensch
achtet auf die Farbe der Schirme, oh sorry die Touris natürlich. Das gehört zur Rhön Natürlich frisch! -
flavio21 (60) | 28. June 2012;28.06.2012;1340888644 --> 28 Juni 2012
Wo ist das Problem?
Ihr lieben Leute.... Wenn ihr so ein Problem damit habt, könnt Ihr ja gerne die überflüssigen Werbschirme abnehmen, vielleicht habt ihr noch zuhause im Garten ein Plätzchen frei? Macht sich bestimmt gut und die Stadt ist froh drum!
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ExFuldaer (799) | 28. June 2012;28.06.2012;1340890637 --> 28 Juni 2012
Gute Idee
Oh ja, gute Idee...Ich bewerbe mich hiermit um den Erhalt eines Schirmes.
Der kommt dann auf meinen Frankfurter Balkon und macht Werbung für Mineralwasser aus der Rhön....










