Mobilfunkstrahlung: „Beeinträchtigung nimmt wieder zu“
ag
Dipperz
Gegenwärtig kommt es zu „einer deutlichen Ausweitung körperlicher Beeinträchtigungen“ durch Mobilfunkstrahlung. Dies erklärte die Bamberger Allgemeinmedizinerin Dr. Cornelia Waldmann-Selsam während eines Vortrags in Dipperz.
Dazu hatte der Verein Natur- und Lebensraum Rhön eingeladen. Die Ärztin macht dafür den Ausbau von UMTS, WLAN und Digitalfunk verantwortlich. Ein besonderes Gefährdungspotential werde dem Tetrafunk zugeschrieben, mit dem die Versorgung der Rettungsdienste und der Polizei optimiert werden soll.
Die Ärztin befasst sich seit vielen Jahren mit gesundheitlichen Störungen durch Funkstrahlen. Nach eigenen Aussagen hat sie inzwischen über 2000 Patienten behandelt, deren gesundheitlichen Störungen sich auf elektromagnetische Strahlung zurückführen ließen. Cornelia Waldmann berichtet von einer stetig steigenden Zahl an Patienten, die empfindlich auf die inzwischen allgegenwärtigen Funkstrahlen reagieren. Zu den Symptomen zählt sie Gereiztheit, Schlaflosigkeit, Veränderungen der Psyche, Konzentrationsstörungen Sprachstörungen, Vergesslichkeit, Ohrgeräusche, Sehstörungen, Herzrhythmusstörungen, Herzstolpern und allgemeine Erschöpfungszustände.
Neuere Studien belegten an Hand von Tierversuchen auch steigende Krebserkrankungen. Seit Anfang der 2000er Jahre befassen sich Bamberger Ärzte intensiv mit dem Phänomen, so dass bereits 2004 der „Bamberger Appell“ gegen den Ausbau von Funkverbindungen verfasst wurde.
Der Europarat plädiere unterdessen für die Ausweisung von „weißen Zonen“, die weitestgehend von Funkstrahlung freigehalten werden. Prof. Reinhard Kremer ist ein klarer Befürworter einer solchen weißen Zone. Er fordert, dass Teilbereiche der Rhön möglichst von Funkstrahlung freigehalten werden sollten. Elektromagnetische Strahlung dringe in den Körper ein und beeinflusse die elektromagnetischen Signalsysteme von Mensch und Tier. Die heimische Kommunalpolitik sehe ein solches Vorhaben hinsichtlich seiner Realisierbarkeit eher kritisch. Insbesondere die junge Generation, aber auch Handel und Gewerbe forderten eine flächendeckende Verfügbarkeit von Handy und Internet. Tendenziell sei mit einem weiteren Ausbau unterschiedlichster Funktechniken zu rechnen.
Die Bürgermeister Brigitte Erb (Ebersburg) und Manfred Helfrich (Poppenhausen, beide CDU)) verwiesen darauf, dass es sich bei Funkmasten um privilegierte Bauwerke handele, bei denen die Gestaltungsmöglichkeiten der Kommunen sehr eingeschränkt seien. Nach einer angeregten Diskussion im Vorstand des Vereins wurde beschlossen, im kommenden Jahr das Thema Funkstrahlen im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung aufzugreifen. Information unter: www.diagnose-funk.org/assets/df_bp_europarat_2011-05-27.pdf
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Ali (536) | 31. December 2011;31.12.2011;1325332200 --> 31 Dezember 2011
Böse Strahlen?
Stellen Sie irgendwo eine Antennenattrappe hin. Einige Tage später werden sich Leute zu Wort melden die unter Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und ähnlichem leiden.
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stony (3) | 17. January 2012;17.01.2012;1326815577 --> 17 Januar 2012
Typisches Industrie-Pseudo-Argument
Nun ja: Nehmen wir einmal an, es gäbe diese Art eingebildeter Beschwerden? Folgt daraus die biologische Unschädlichkeit der Mobilfunkstrahlung??
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stony (3) | 17. January 2012;17.01.2012;1326815445 --> 17 Januar 2012
Dr. Waldmann-Selsam liegt richtig
@Raylauncher: "Die einschägige Forschung auf internationaler Ebene bestätigt die behaupteten Wirkungen jedenfalls nicht." Das Gegenteil ist richtig! Siehe etwa unter mobilfunkstudien.org Frage: Soll man mit einem verbesserten Strahlenschutz wirklich warten, bis ein allgemein (auch von Seiten der Industrie anerkannter) "Beweis" der Toxizität der Mobilfunkstrahlung erbracht ist oder sollte man sich aus Vorsorgegründen nicht besser am medizinischen Evidenzmaterial orientieren?












