Nachruf: Professor Lothar Ruppert gestorben
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Fulda
Prälat Professor Dr. Lothar Ruppert ist am vergangenen Samstag gestorben. Ruppert wurde 78 Jahre alt; vor 52 Jahren war er zum Priester geweiht worden.
Ruppert war im März 1933 in Fulda-Neuenberg zur Welt gekommen. Nach dem Abitur 1953 am Domgymnasium absolvierte er seine philosophisch-theologischen Studien in Fulda und Würzburg. Er wurde am 2. April 1960 durch Bischof Dr. Adolf Bolte im Fuldaer Dom zum Priester geweiht. Danach war er zwei Jahre lang als Kaplan in Schwarzbach tätig. Zu weiterführenden Studien freigestellt, promovierte er 1964/65 an der Universität Würzburg zum Dr. der Theologie.
Als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft erarbeitete Ruppert seine theologische Habilitationsschrift „Passio iusti. Eine motivgeschichtliche Untersuchung zum Alten Testament und zwischentestamentlichen Judentum“. Ende 1970 habilitierte er sich für das Fach „Alttestamentliche Exegese und biblisch-orientalische Sprachen“. Ruppert wirkte als Lehrbeauftragter an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Fulda, dann als Privatdozent in Würzburg und hatte zudem einen Lehrauftrag am Katholisch-Theologischen Seminar in Marburg. Am 1. April 1984 wurde Ruppert Professor für Altes Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg, wo er bis zu seiner Emeritierung 1998 tätig blieb.
Im Jahre 1988 wurde Ruppert zum Mitglied der Päpstlichen Bibelkommission berufen. Gleichzeitig wurde ihm von Papst Johannes Paul II. der Titel „Päpstlicher Kaplan“ (Monsignore) verliehen. Im März 2003 ernannte der Heilige Vater Monsignore Ruppert in Anerkennung seiner Verdienste zum „Päpstlichen Ehrenprälaten“. Die Eucharistiefeier für Ruppert findet am Freitag, 23. September, 12.30 Uhr, in St. Andreas zu Fulda-Neuenberg statt; anschließend ist die Beerdigung auf dem Klosterfriedhof am Frauenberg.
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