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8. Mai 2012



Parteien-Quintett kürt seinen Kandidaten

nz

Hofbieber
Weißer Rauch über dem Gemeindezentrum: Die fünf Fraktionen in der Hofbieberer Gemeindevertretung haben sich auf Markus Röder (41) als gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten geeinigt.

Röder hatte sich in einem Bewerbungs- und Auswahlverfahren gegen 14 weitere Kandidaten durchgesetzt. Röder, der als Controller arbeitet, wird am 15. Juli antreten. Die Parteigremien von CDU, CWE, SPD, Grünen und FDP haben der Kandidatur bereits zugestimmt. „Wir halten ihn für den geeignetsten Kandidaten“, hob CDU-Fraktionschef Toni Kaufmann hervor. Er sei in der Lage, die Rolle des Bürgermeisters auszufüllen. Alle Gemeindevertreter hätten sich einstimmig dafür ausgesprochen, mit Röder in den Wahlkampf zu gehen.

Im April habe es Gespräche der Parteispitzen gegeben, einen gemeinsamen Kandidaten zu suchen, nachdem Bürgermeister Marcus Schafft (CDU) Ende März von der Gemeindevertretung abgewählt worden war. Das politische Quintett startete einen öffentlichen Aufruf, auf den sich 15 Kandidaten meldeten. Die Fraktionen trafen eine Auswahl, baten die meisten Kandidaten zu Gesprächen und traten in Verhandlungen, welcher Kandidat unterstützt werde. „Wir haben es uns nicht einfach gemacht“, sagte CWE-Fraktionschef Manfred Oeste. Die Fraktionen hätten mehrere Wochen lang Unterlagen gesichtet und in den Fraktionen Schnittmengen gesucht, welcher Kandidat mehrheitsfähig sei. Alle Fraktionen stünden nun vorbehaltlos hinter Röder.

„Gleiche Denkweise“

Für den 41-Jährigen – er ist in Elters aufgewachsen, ist verheiratet und hat zwei Kinder – sprächen gute Gründe, sagte Stefan Frohnapfel (CDU), Vorsitzender der Gemeindevertretung. Er nannte seine Kompetenz in der Personalführung, die er in leitender Position beim Unternehmen Techem in Eschborn unter Beweis gestellt habe. Wegen seines Berufes kenne er sich mit Zahlen aus, arbeite sachorientiert und sei zudem in Hofbieber verwurzelt. Röder ist Ortsbeirat in Elters – jedoch parteipolitisch nicht engagiert –, Mitglied in der Trachtenkapelle und in der Dorfgemeinschaft. Er genieße Rückhalt in der Bevölkerung, so Frohnapfel.

Ähnlich äußerten sich Kaufmann und Oeste: Röder sei ein „Mann der Zahlen“ und daher für das Ziel, den Gemeindehaushalt zu konsolidieren, geeignet, so CWE-Chef Oeste. Zudem stimme die Chemie zwischen Röder und den Fraktionen. Für Kaufmann überzeuge Röder fachlich und menschlich. „Er hat die gleiche Denkweise wie wir“, so Kaufmann.

Röder hatte sich zur Kandidatur entschieden, nachdem Freunde diese angeregt hatten und die fünf Fraktionen ankündigten, einen überparteilichen Kandidaten zu suchen. Mit seiner Biografie und seiner Fachkompetenz habe eine Bewerbung Sinn ergeben, sagte er. In den kommenden Wochen wollen CDU, CWE, SPD, Grüne und FDP daran arbeiten, den Elterser bekannter zu machen. Jede Gruppe werde ihre Wähler mobilisieren. Röder wird voraussichtlich gegen drei Gegenkandidaten bei der Bürgermeisterwahl antreten. Denn so viele Bewerber haben nach Auskunft von Lioba Vogler, in der Gemeindeverwaltung zuständig für den Bereich Wahlen, bis gestern Nachmittag ihre Unterlagen eingereicht. Am Donnerstag endet die Bewerbungsfrist.


Leser-Kommentare ( 10 )
  • Mitdenker (1) | 9. May 2012;09.05.2012;1336558228 --> 09 Mai 2012
    Neuanfang?

    Hr. Schafft hatte den Rückhalt der Bürger (84% haben Ihn gewählt).Aus diesem Grunde wurde er durch die GV und nicht von den Bürgern abgewählt. Man sollte die Leistungen die in seiner Zeit erbracht wurden nicht vergessen. Um einen Neuanfang zu schaffen wäre ein gesamter Rücktritt der GV sinnvoll. Seit der letzten Wahl ist die Gemeinde Hofbieber doch Handlungsunfähig.

  • mutbürger (17) | 8. May 2012;08.05.2012;1336506621 --> 08 Mai 2012
    Noch eine Ergänzung:

    Hofbiebers Politiker unterscheiden sich sehr von einander. Daher ist eine vermittelnde Person, die in Markus Röder gefunden wurde, eine Win-Win Situation. Politik ist nicht Hauen und Stechen - sondern Lösung von Problemen. Und Hofbiebers Rathaus hat genug davon. Wenn diese bewältigt sind, kann man darüber nachdenken, dass man sich streitet. Alles andere wäre Verrat am Gemeinwohl!

  • HarryHirsch (551) | 8. May 2012;08.05.2012;1336496047 --> 08 Mai 2012
    Armes Hofbieber

    Protestwähler und Nichtwähler können jetzt nur mit den Piraten experimentieren. Schade, das keine Partei ein Profil zeigt!