Pläne für neue Windkraftanlage in der Rhön
Von Volker Nies
Kreis Fulda
Die Höhen der Rhön sind doppelt exponiert: Sie sind durch das Unesco-Biosphärenreservat besonders geschützt, aber sie sind auch – wenn sie denn bebaut werden dürfen – ertragreiche Windkraftstandorte. Wie dieser Konflikt zu lösen ist, haben Bürgermeister aus dem Biosphärenreservat besprochen.
Landrat Bernd Woide (CDU) hatte die Rathauschefs, Wolfgang Kaivers vom Regierungspräsidium Kassel und Vertreter der Oberen Naturschutzbehörde zu einem Meinungsaustausch eingeladen. Die Regionalplanung im Regierungspräsidium ist federführend bei der Neuaufstellung des Regionalplans für die Belange der Windenergie. Zwei Prozent der Landesfläche soll in Zukunft durch Windräder nutzbar sein, so das Ziel der Landesregierung.
Die Nutzung des Biosphärenreservats durch Windkraftanlagen werde nicht nur durch die Unesco-Konvention erschwert, sondern in vielen Bereichen auch durch eine Vielzahl anderer Ausschlussgründe wie den Vogelzug oder die Gefährdung seltener Tierarten, erläuterte Woide, wie er nach der Sitzung sagte. Nach seiner Darstellung waren sich die Beteiligten einig, dass es in der Kernzone des Biosphärenreservats auch in Zukunft keine Windräder geben werde. „Dazu ist das Gebiet viel zu sensibel. Wir wollen die Kernzone ja derzeit gerade stärken. Da passen keine Windrad-Pläne dazu“, erklärte der Landrat.
Vor Ostern konkretere Pläne
Die heutigen Pflegezonen A und B sollen zusammengefasst werden. „Hier wird eine Nutzung durch Windkraftanlagen sehr, sehr schwierig sein, aber nicht vollkommen ausgeschlossen werden“, berichtete Woide. Die – sehr große – Entwicklungszone des Biosphärenreservats, die im Westen bis Kirchhasel, Hofbieber, Dipperz, Weyhers und Uttrichshausen reicht, werde keinen zusätzlichen Schutzcharakter mehr entfalten. Hier werden allerdings nach Woides Darstellung oft andere Ausschlusskriterien wie etwa die Nähe zu Siedlungen die Ausweisung von Windkraftstandorten verhindern.
In naher Zukunft will sich Woide mit seinen Kollegen aus dem thüringischen und dem bayerischen Teil des Biosphärenreservats treffen, um ein möglichst einheitliches Vorgehen in allen Teilen der Rhön zu erreichen. Auch mit allen Bürgermeistern aus dem Landkreis Fulda und der Arbeitsgruppe Windkraft wird sich Woide zeitnah zusammensetzen, um die weiteren Schritte zu besprechen. Kaivers will vor Ostern konkretere Pläne vorstellen.
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spitzer (45) | 2. February 2012;02.02.2012;1328174272 --> 02 Februar 2012
Vorreiter für andere ungeliebte Projekte
Ich finde es gut wenn auch in der Rhön endlich mal die Windenergie genutzt wird. Aber! Leider kann es dadurch sein das die Rhön als nicht mehr so Schützenswert eingestuft wird. Das würde dem Bau der B87n positiv begünstigen. Der Bau dieser B87n und der damit verbundenen riesigen Brücken etc. macht unsere ganze Rhön kaputt!!!
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MSK (159) | 30. January 2012;30.01.2012;1327933267 --> 30 Januar 2012
Teil 2
Im konkreten Fall müßten dem Nationalkomitee und dem MAB-UNESCO-Sekretariat in Paris konkrete Planungsunterlagen vorliegen, um die Windkraftanlagen auf ihre Verträglichkeit mit den Anforderungen an das Biosphärenreservat "Rhön" beurteilen zu können. Im kommenden Herbst startet eine periodische (alle 10 Jahre) Überprüfung des BR "Rhön" durch das deutsche Nationalkomitee , bei der sicherlich auch die geplanten Windkraftanlagen thematisiert werden.
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Erntehelfer (302) | 1. February 2012;01.02.2012;1328096446 --> 01 Februar 2012
Erntehelfer
na ja, da sie ja nicht in der Rhön leben kann es ihnen ja egal sein ob wir weiter im Biosphärenreservat leben oder nicht. Die Unesco wurde nicht vom Volk gewählt, warum sollten wir unser ganzes Handeln nach deren Vorschriften ausrichten ?











