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6. Februar 2012



Realistische, neue Chance für die Eisbahn

Von Volker Nies

Lauterbach
Drei Jahre nach der Schließung der Lauterbacher Eishalle gibt es Hoffnung auf eine Wiedereröffnung: Ein neuer Verein will 588.000 Euro für Investitionen mobilisieren und die Halle betreiben. Die Lauterbacher hängen am Eis: 200 Zuhörer verfolgten am Montagabend die Vorstellung des Konzepts.

Bisher hatte die Stadt Lauterbach die 1971 erbaute Halle über ihre Stadtwerke betrieben. Nach der Schließung der Halle wegen Mängeln in der Dachkonstruktion erklärte Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller (CDU), dass die Stadt eine Sanierung nicht bezahlen könne. Engagierte Bürger, von denen viele früher Eissport betrieben, haben jetzt mit Experten ein Konzept entwickelt, wie die Halle saniert und betrieben werden kann. Demnach soll das Dach für 220.000 Euro mit einer Alu-Folie isoliert und saniert werden; die Halle soll so geschlossen werden, dass keine warme Luft mehr von außen hineinkommt.

Insgesamt koste der Neustart 588.000 Euro, hat Michael Poschen von Vogelsberg Consult berechnet.
Die Führung
Vorsitzender: Manfred Naumann (Angersbach)
Stellvertreter:
Gerd Schneider (Angersbach), Jens Grunewald (Lauterbach)
Schatzmeisterin: Katja Weigold (Lauterbach)
Beirat: Anita Schaub-Gluck (Schlitz), Rolf Papenheim (Lauterbach) und drei weitere, noch zu wählende Mitglieder / vn
Bezahlt werden soll dies insbesondere über Förderungen von Land (288.000 Euro), Stadt (100.000 Euro) und Vogelsbergkreis (50.000 Euro). Mit einer großen Spendenaktion, deren Details im Internet erklärt werden, sollen in der Region 100.000 Euro mobilisiert werden. „Der Erfolg der Spendenaktion wird ein Gradmesser dafür sein, wie wichtig den Menschen in der Region die Eishalle ist“, sagte Vorsitzender Manfred Naumann. Dafür werden jetzt symbolische Bausteine im Wert zwischen 20 und 1000 Euro verkauft. Die Zusagen für 4500 Euro lägen bereits vor.

Vollmöller sagte, mit der Eisbahn besitze Lauterbach ein Alleinstellungsmerkmal in der Region, das auch für die Tourismus wichtig sein. Einschließlich der Einnahmen aus Gastronomie und Sponsoring will der Verein schon im ersten Jahr eine schwarze Null schreiben und in den Jahren danach einen Überschuss von 40.000 bis 60.000 Euro erwirtschaften. Naumann und Bau-Ingenieur Prof. Stefan Winter appellierten an die Zuhörer, jetzt rasch zu handeln. Lauterbach habe ein letzte Chance, die Eisbahn zu erhalten. Ende 2012 laufe die Betriebsgenehmigung ab. „Wir müssen jetzt beweisen, dass wir es schaffen. Wir sind das Volk. Wir müssen es in die Hand nehmen“, rief Winter aus.



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