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27. September 2012



Schlussandacht von Bischof Tebartz-van Elst

Von Leoni Rehnert

Fulda
Die eindringliche Werbung dafür, der katholischen Kirche nicht den Rücken zu kehren, bestimmte gestern die Schlussandacht der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im Fuldaer Dom.

In seiner knapp 20-minütigen Predigt bezog sich der Limburger Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst auf den Hl. Bonifatius als Maßstab und Vorbild – „gerade in stürmischen Zeiten“, so wie sie die Kirche derzeit erlebe. Diese Zeiten seien davon gekennzeichnet, Kirche passend machen zu wollen und dem gesellschaftlichen Mainstream unterzuordnen. In solcher Krise, „die die Kirche heute zu bestehen hat, ist bei manchen Christen die Versuchung groß, sich vom Wind der Meinungen verwehen zu lassen, auszutreten oder sich zurückzuziehen“, sagte der Bischof.
Doch das sei nicht der richtige Weg. Wer eine Freundschaft, Aufgabe oder Gruppe aus Unzufriedenheit aufkündige, bemerke oft: Dem Ärger sei Luft gemacht, doch die Seele finde keinen Frieden. „Nur wer bleibt, kann verändern.Wer geht, fehlt, wenn es darum gehen muss, unserem Glauben wieder ein lebendiges Gesicht zu geben“, sagte Tebartz-van Elst und mahnte damit zur inneren Erneuerung aus Treue.

„Wir haben uns neu ausgerichtet auf die Zukunft“, hatte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, zur Eröffnung der Andacht konstatiert. Er dankte den Gläubigen, dass sie „in so großer Zahl erschienen sind und ihre Solidarität mit den Bischöfen bekunden“. Außerdem gab er bekannt, dass der Magdeburger Bischof Dr. Gerhard Feige (60) zum Vorsitzenden der Ökumenekommission gewählt worden sei. Sein Vorgänger,  Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, war als  Präfekt der Vatikanischen Glaubenskongregation nach Rom berufen worden. Der Domchor Fulda unter der Leitung von Domkapellmeister Franz-Peter Huber sang bei der Andacht Chorsätze von Mawby, Dupré und Viadana; an der Domorgel Prof. Hans-Jürgen Kaiser, an der Chororgel Wolfgang Bolst.

Die Predigt im Wortlaut

Wort der Bischöfe zur Eröffnung des zweiten Vatikanischen Konzils


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