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19. Oktober 2012



Stadtpolitik ist bei Ostumfahrung gespalten

zen

Fulda
Die SPD spricht von Etikettenschwindel, der OB widerspricht vehement: Die Stadtpolitik bewertet den Bau der Ostumfahrung unterschiedlich.

Die SPD-Stadtverordnetenfraktion spricht, wenn es um die Ostumfahrung geht, von einem Phantom. „Das teure Brückenbauwerk und die Möglichkeit des Linksabbiegens am Heinrich-von-Bibra-Platz ergeben noch lange keine vernünftige und leistungsfähige neue Verkehrsbeziehung“, heißt es in einer Pressenotiz der Genossen. Die Fraktion hält die Verbindung entlang des Bahnhofs und die Kurfürstenstraße in ihrem jetzigen Zustand für nicht leistungsfähig genug. Es drohten „chaotische Verkehrsverhältnisse“.

Die Stadt halte an einer „uralten Idee“ fest, statt „die gesamten Verkehrsbeziehungen im innerstädtischen Bereich mit den neuen Begebenheiten insbesondere im Bereich Dalberg und Petersberger Straße im Ganzen zu betrachten“, ereifert sich die SPD und schlussfolgert: „verkehrspolitisches Flickwerk“.Zudem hält die SPD die Beratungen über das und die Beschlüsse zu dem Projekt für unzureichend.

Fuldas OB Gerhard Möller (CDU) reagiert mit Kopfschütteln: Es habe ein „transparentes und abgestimmtes Planverfahren gegeben, das Baurecht für das Projekt geschaffen hat“. Mit der Ostumfahrung werde, so der OB, ein wichtiger Bestandteil der innerstädtischen Verkehrsplanung umgesetzt. „Es ist wirklich hoch ärgerlich, dass sich die Opposition jetzt, wo gebaut wird, hinstellt und erklärt, sie wäre erstaunt und ahnungslos. Hier wird nur genörgelt und gemeckert“, schimpft Möller.

Die CDU-Fraktion stellt sich hinter den OB: „Die Ostumfahrung ist im Verkehrsplan der Stadt seit langem vorgesehen. Und wir sind überzeugt, dass die Straße zu einer gewaltigen Entlastung der Innenstadt führen wird“, betont Fraktions-chef Gerhard Stollberg. Er rechnet damit, dass nach der Fertigstellung der Ostumfahrung im kommenden Jahr vor allem in der Linden- und der Heinrichstraße, aber auch im Bereich Petersberger Straße/Goethestraße weniger Autos unterwegs sein werden.   

Mehr Hintergründe und eine Grafik zur neuen Verkehrssituation finden Sie am Freitag in unserer Printausgabe.


Leser-Kommentare ( 15 )
  • elfriede (82) | 21. October 2012;21.10.2012;1350805986 --> 21 Oktober 2012
    Zum Thema Nadelöhre...

    Ich bin ja mal gespannt, wie das Problem im Bereich zwischen ZOB und Bibraplatz gelöst werden soll. Schon jetzt quetschen sich die Autos im Bereich Sturmiusstraße durch, v.a. wenn Busse oder LKW fahren. Dieses Ostumfahrungs-System ist definitiv ausbaufähig und so, wie es mir bekannt ist, sicherlich nicht von Fachleuten geplant worden.

  • VonCaprivi (47) | 19. October 2012;19.10.2012;1350652940 --> 19 Oktober 2012
    Lückenlose Reisekette...

    So nennt sich das Zauberwort einer optimalen Vebindung von Fern- und Nahverkehr in der modernen Städte- und Verkehrsplanung. Es ist sehr bezeichnend, wenn sich Fuldaer Regierungsanhänger kaum vorstellen können, dass Menschen von der Bahn in den lokalen Stadtverkehr umsteigen. Das liegt daran, dass die Umsteigezeiten insbesondere in den Schwachlastzeiten katastrophal sind (45 Min und länger). Der Bahnhof ist die Visitenkarte einer Stadt und nicht der richtige Ort um davor eine Autobahn zu bauen.

  • HarryHirsch (556) | 19. October 2012;19.10.2012;1350655813 --> 19 Oktober 2012
    Was soll die Kritik?

    So ein Blödsinn, wo haben wir hier eine Bundesautobahn oder eine Schnellstrasse? Was sollen solche Aussagen um Stadtentwicklung zu torpedieren?
    Die neue Strassenführung ist optimal!
    Das ist billige Politik und nicht konstruktiv.