Tegut: Schwiddessen befürchtet Schließungen
Fulda
Rund 30 Tegut-Märkte gibt es im Landkreis Fulda – viele davon in den Dörfern. Ob die Filialen auch nach den Verhandlungen von Migros und Tegut bestehen bleiben, das weiß bisher niemand.
Petersbergs Bürgermeister Karl-Josef Schwiddessen (CDU) rechnet jedoch mit einer „Bereinigung“. Schwiddessen ist Vorsitzender der Bürgermeister-Kreisversammlung und weiß, wie wichtig ein Supermarkt in einer Gemeinde ist: „Es ist Gold wert, wenn die Bürger vor Ort einkaufen können.Wenn ein Markt erst einmal geschlossen ist, dann bleibt es leider oft auch so.“
Allerdings sieht der Petersberger Gemeindechef, dass es angesichts der demografischen Entwicklung auch für die Unternehmen schwieriger wird. Und er ist sich sicher, dass die Schweizer Genossenschaft Migros Zürich – welche Tegut ganz oder zumindest teilweise übernehmen möchte – den ein oder anderen Markt schließen wird.
„Wir spüren alle die Konzentration auf die Stadtregion. Junge Leute ziehen vom Dorf in die Nähe der Stadt“, sagt Schwiddessen und ergänzt: „Wir haben in Almendorf elf Grundstücke angeboten, acht waren auf einenSchlag weg.“ Für Petersberg sei das erfreulich, für die Kommunen auf dem Land bedauerlich.
Im Sommer 2013 schließt der größere der beiden Tegut-Märkte in Tann, bestätigt Bürgermeister Markus Meysner (CDU). Die Entscheidung, die Tegut bereits vor Längerem getroffen hat, sorgte zunächst für Unruhe. Doch der Eigentümer der Immobilie hat längst einen Nachfolger gefunden: Laut Meysner zieht wohl im Spätsommer nächsten Jahres Edeka dort ein – mit über 26 000 Artikeln, Bedienungstheken für Fleisch, Wurst, Fisch und Käse und dem Versprechen, die Mitarbeiter zu übernehmen. „Für die Bürger ist das sicher kein Nachteil“, schätzt der Bürgermeister. „Wichtig ist einfach, dass ein Markt da ist. Wenn niemand dort einzöge, das wäre wirklich schlimm.“
Regionaler Bezug wichtig
Seit über 20 Jahren gibt es einen Tegut-Markt in Wüstensachsen – und das wird zur Freude von Bürgermeister Thomas Schreiner (parteilos) wohl auch so bleiben. Denn es geht weiter – seit 1. Oktober mit einem neuen Chef. „Das ist gut.Denn wenn man im Dorf nicht mehr fußläufig einkaufen gehen kann, dann fängt’s an, zur toten Hose zu werden“, sagt Schreiner.
„Ende 2011 war die Marktleitung ausgeschieden, und der Schlecker-Markt im selben Gebäude stand leer“, berichtet der Bürgermeister. In Gesprächen mit Tegut, dem Eigentümer der Immobilie und ihm habe sich dann rasch eine Lösung abgezeichnet: Tegut habe die Schlecker-Fläche übernommen, den Markt modernisiert, das Sortiment erweitert. „Wir sind alle hochzufrieden“, sagt er. Zwar gebe es im Umkreis von zehn Kilometern große Märkte und Discounter, aber Thomas Schreiner hält es für wichtig, „dass man einen regionalen Bezug hat und man Produkte der Region auch in den Regalen findet“.
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aus_Fulda (267) | 10. October 2012;10.10.2012;1349846281 --> 10 Oktober 2012
Aufgaben der Politik ?
Hr. Karl-Josef Schwiddessen sollte sich lieber seinen Politischen Aufgaben hingeben, anstatt für Verängstigungen und Unruhe zu sorgen.
Egal ob Tegut verkauft oder nicht, wenn einzelne Filialen dauerhaft negative zahlen schreiben, ist das nun mal das Resultat diese zu schließen. Früher war auch an jeder Ecke eine Poststelle, heute sind in kleinen Orten um Fulda kaum noch Poststellen. Das ist nun mal der Preis und die Gefahr, die ein Privatunternehmen hat, das nicht stattlich ist. -
fulda900 (766) | 9. October 2012;09.10.2012;1349766093 --> 09 Oktober 2012
Neue Töne.
Schau mal an, der Bmstr.Schwiddessen ist froh in der Stadtregion zu "regieren" und meint damit die Stadt Fulda. Also, er bzw. die Gemeinde Petersberg (das ist in Künzell u. Eichenzell nicht anders) profitiert enorm von und durch die Stadt Fulda, ansonsten bekämpft er sie (wirtschaftlich) wo es geht! Da ändert auch die interkommunale Zusammenarbeit nicht wirklich etwas.









