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19. Juni 2008



Rabanus-Maurus-Schule weiht neues Amphitheater ein

FULDA Wenn im Klassenzimmer die Luft stickig wird, fällt das Lernen oft sehr schwer. Die Schülerinnen und Schüler der Fuldaer Rabanus-Maurus-Schule haben dazu nun eine Alternative.

Auf dem Schulgelände an der Magdeburger Straße befindet sich nämlich seit kurzem ein Amphitheater – ein Klassenzimmer im Freien gebaut aus Steinen aus der Region. In einer Feierstunde wurde das Theater am Donnerstag bei strahlendem Sonnenschein eingeweiht.
„Wir haben bei der Konzeption der Sitzarena darauf geachtet, dass die Steine etwas abseits vom Schulgebäude stehen. Somit stören die Schüler im Freien die anderen Klassen nicht“, sagte Martin Böttcher, Studienrat am Domgymnasium und Initiator des Projekts. „Auch der Sonnenstand wurde mit berücksichtigt, damit niemand geblendet wird“, führte Böttcher weiter aus. Das Grün wirke zudem entspannend, und die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler soll durch einen Redestein gebündelt werden. „Dort kann sich der Lehrer oder ein Referent niederlassen und sitzt zentral im Blickwinkel der Zuhörer“, erklärte Böttcher.

„Eine kreative Idee"

Anlässlich der Feierstunde kam auch Oberbürgermeister Gerhard Möller (CDU), einst selbst Pennäler am Domgymnasium, und sprach die herzlichsten Glückwünsche aus. „Ein Klassenzimmer im Freien ist eine kreative Idee. Die Pädagogik wird herausgetragen und viele neue Möglichkeiten – auch solche der Freizeitgestaltung – stehen den Schülerinnen und Schülern offen“, sagte Möller vor der schönen Kulisse. Die Schule, die seit langem ein inniges Verhältnis zur Geologie habe, werde durch den Neubau weiter bereichert. Buntsand-, Muschel- und Basaltsteine, aus nahe gelegenen Steinbrüchen, wurden für den Bau kostenlos zur Verfügung gestellt. Dafür bedankte sich der Schulleiter des Domgymnasiums, Matthias Höhl. Durch den Einsatz zahlreicher Helfer aus der Schüler- und Elternschaft und natürlich auch durch den Einsatz professioneller Firmen konnte das neue Klassenzimmer geschaffen werden.
Auch das Biosphärenreservat Rhön war als Finanzier an der Planung des Baus beteiligt. Die langjährige Zusammenarbeit der Schule mit der Organisation konnte an dem Tag zudem mit einem Kooperationsvertrag schriftlich besiegelt werden.
Martin Kremer, Sachgebietsleiter vom Biosphärenreservat Rhön, hob die Vorteile der Partnerschaft hervor: „Durch die Kooperation erhalten die Schüler eine Umweltbildung. Junge Menschen werden für die Natur begeistert,“ sagte Kremer.
Nach dem offiziellen Teil, bei dem auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler für besondere Leistungen ausgezeichnet wurden, mündete die Feierstunde in den Sport- und Spieltag, der jährlich an der Schule durchgeführt wird.

Von Claudia Köhler



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