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27. August 2001



Struwwelpeter sang lateinisch

Tag der offenen Tür beim Domgymnasium / 989 Schüler und 70 Lehrer als Gastgeber

Fulda (ß)
Namenspatron Rabanus Maurus, der Praeceptor Germaniae und Gründer der Fuldaer Klosterschule, hätte beim Tag der offenen Tür des Domgymnasiums seine Freude gehabt über die Bereitschaft zur „Latinität“. Übersetzte Kinderlieder erklangen, und ein roter Struwwelpeter sang lateinisch.

Es summte und schwirrte wie in einem großen Bienenkorb in Aula, Klassen und Treppengängen der Rabanus-Maurus-Schule, als 989 Schüler und 70 Lehrer (einschließlich Referendare) Gastgeber spielten. In über 30 Klassenvorführungen und Präsentationen von Übungsgruppen wurde mit pädagogischen Zielsetzungen und Schülerphantasie ein Überblick geboten über Teile des humanistischen, aber auch des modernen naturwissenschaftlichen Bildungsprogramms.
Oberstudiendirektor Dieter Trousil begrüßte Eltern, Schüler und Lehrer sowie „Ehemalige“ und Sponsoren zu der Veranstaltung in der Aula.
Häufig musste Oberstudiendirektor Trousil in Gesprächen mit Eltern die Sorge zerstreuen, das Domgymnasium könne bei dem zu erwartenden großen Schülerandrang aus Raummangel nur zwei, höchstens drei neue Klassen aufnehmen. Die Schule sei bereit, alle sich anmeldenden Schüler aufzunehmen, notfalls müsse man mit einer Klasse woandershin ausweichen.
Bunt und vielseitig war das Vorführungsprogramm der Klassen und Arbeitsgemeinschaften. „Mathematikbegeisterte“ Eltern drängten in die Klasse 5e, Englischübungen konnten in Klasse 5c oder 5d, Latein und Deutsch in anderen Klassen beobachtet werden. Schülerübungen zur Optik in Physik wechselten ab mit „Physik-Zirkus“ im Physik-Hörsaal, mit Chemie-Mitmachstationen oder mit Biologie, bei der „kleine Dinge ganz groß“ dargestellt wurden. Englisches Theater, ein Fußballturnier in der Sporthalle, „Abenteuerspielplatz“ und Informatikvorführungen der Excel-AG boten weitere Einblicke in den Schulalltag.
Wie der Studienleiter der Oberstufe, Studiendirektor Ulrich Schambony, der FZ berichtete, hat der seit etwa zehn Jahren veranstaltete Tag der offenen Tür inzwischen seine feste, bestimmte Position im Gesamtgefüge des traditionellen Patronatsfestes der Rabanus-Maurus-Schule. Der akademische Festvortrag ist für die älteren Schulklassen bestimmt, der Tag der offenen Tür soll auch die jüngeren Schülerjahrgänge etwas vom Schulfest spüren lassen.
Auf Fragen der FZ nach dem Stand der modernen Informationstechnik im Domgymnasium berichtete Studiendirektor Schambony, dass 17 mit einem Lehrer-Arbeitsplatz vernetzte Bildschirmplätze zur Verfügung stehen. Zur modernen Medienausrüstung der Schule gehöre auch ein „Beamer“, der großflächige Bildschirmvorführungen auf der Leinwand beispielsweise für den CD-ROM-Einsatz ermögliche.
Eine Fülle von Ausstellungen Zeichnungen und Modellen informierte über die ökologische Erkundungsfahrt einer Jahrgangsstufe nach Polen, über den Radioeinsatz der Schule im Krankenhaus, über die „Schreibwerkstatt“ der Sekundarstufe I oder über Begegnungen mit der Landwirtschaft im Landkreis Fulda. Bei Auftritten in der Aula wechselten die Big Band der Schule, die Blockflöten AG, ein „Fußballballett“ oder eine „Geisterstunde“ mit Goethes „Totentanz“ ab.



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