ÜWAG plant und betreibt Windanlagen
Margr
Die ÜWAG steigt in das Geschäft mit der Windenergie ein. Die Tochtergesellschaft SynEnergie bietet die Planung und Betriebsführung von Anlagen und Windparks in der Region an.
Vorgestellt wurde das neue Geschäftsfeld am Mittwochabend in Margretenhaun vor rund 80 Landwirten. Das Thema der Veranstaltung lautete: „Chancen der Windkraftnutzung für Landwirte“. Vor einigen Wochen hat die ÜWAG-Tochter SynEnergie ein Projektteam gegründet, das sich dem Thema Windenergie widmet.
Geschäftsführer ist Dr. Marc Oeffner. Er erläutert die Zielsetzung: „Die ÜWAG übernimmt dabei als kommunaler Energieversorger der Region Verantwortung und leistet einen Beitrag, damit Projekte, die in Planung und Umsetzung meist Investitionen in einem zweistelligen Millionenbetrag erfordern, erfolgreich umgesetzt werden können.“ Bürger und Energiegenossenschaften sollen als Kommanditisten gewonnen sowie Nutzungsverträge mit Landeigentümern geschlossen werden. Später werde eine Betreibergesellschaft gegründet. Dadurch bleibe die Wertschöpfung in der Region“, nennt Oeffner einen Vorteil.
Details, wie das Geschäftsmodell aussehen soll, erläutert Wolfgang Ruch. Er ist Landwirt aus Schenklengsfeld, selbst Teilhaber am Bürgerwindpark Eichberg bei Schenklengsfeld, der nur wenige hundert Meter von der Gemarkungsgrenze Eiterfeld entfernt Strom erzeugt. Ruch gehört zum Team der „Windpartnerschaft Osthessen“. So nennt die ÜWAG ihr neues Projekt. Die Windpartnerschaft Osthessen steht für die Idee, alle lokalen und regionalen Interessengruppen zusammenzubringen.
„Wir setzen auf Akzeptanz durch Teilhabe der Bürger an den Windanlagen“, erklärt Ruch. Denn nur so könne der Bürgerfrieden aufrechterhalten werden. Er macht deutlich, dass nur gemeinschaftlich ein geeigneter Standort mit mehreren Anlagen entwickelt werden könne. Wenn einzelne Grundstücksbesitzer allein finanziell an dem Bau von Anlagen profitieren wollten, seien Konflikte programmiert, ganze Dörfer könnten gegeneinander ausgespielt werden. Deshalb ist es Ziel der ÜWAG, möglichst viele regionale Akteure für den Bau eines Windparks zu gewinnen. Ruch nennt Bürger, Kommunen, Energiegenossenschaften, Landeigentümer und auch regionale Banken. Sie alle entsenden Vertreter in einen Beirat, der die Kontrolle ausüben soll.
Der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, Dr. Hubert Beier, skizzierte den Zeitplan für den Bau von Windanlagen im Kreis: Im Herbst soll der Konzeptentwurf des Regierungspräsidiums vorliegen, in dem geeignete Standorte aufgelistet sind. Danach erfolgt eine Beteiligung der Kommunen, ehe im Frühjahr 2013 der rechtsverbindliche Regionalplan mit Standorten vorliegt.
Poppenhausenes Bürgermeiser Manfred Helfrich (CDU), Mitglied im der Lenkungsgruppe Windkraft des Landkreises, befürwortet das neue Konzept der ÜWAG. Es ermögliche eine sinnvolle Kooperation zwischen Bürgern, Energiegenossenschaften, Kommunen und Behörden und sei zudem relativ risikoarm. Landrat Bernd Woide (CDU), der Aufsichtsratschef der ÜWAG ist, sagt: „Wir wollen und können damit einen Beitrag in der Region zur Energiewende leisten.“ Dies heiße aber nicht, dass die ÜWAG einen Alleinvertretungsanspruch erhebe.
Leser-Kommentare ( 1 )
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MythenMetzger (480) | 1. June 2012;01.06.2012;1338538095 --> 01 Juni 2012
na,
nach langem Schlaf endlich aufgewacht ?
Hoffentlich übernimmt die ÜWAG die Innovationsgeschwindigkeit der kleineren GWV.









