Umbau der Friedrichstraße vor dem Abschluss
Von Eike Zenner
Fulda
Der Umbau der Friedrichstraße soll in den nächsten Tagen abgeschlossen sein. Dann will die Stadt die Straße als verkehrsberuhigten Geschäftsbereich beschildern – und Falschparken konsequent ahnden.
„Ich hätte die Veränderungen gerne schon früher umgesetzt gesehen“, erklärt OB Gerhard Möller (CDU) und macht damit Druck auf die verantwortlichen Stellen in der Stadtverwaltung. Nach den unzähligen Diskussionen der vergangenen Jahre hat sich die Stadt auf Grundlage eines Antrages der CDU-Fraktion dazu entschlossen, die Straße umzugestalten und künftig als verkehrsberuhigten Geschäftsbereich zu beschildern. Dort gilt Tempo 10. „Der Umbau wird in den nächsten Tagen abgeschlossen“, sagt Möller. Auf der stadteinwärts linken Straßenseite hat die Stadt – zum Ärger der SPD – bereits mehrere graue Poller aufgestellt. Dort darf künftig nicht mehr geparkt werden. Auf der rechten Straßenseite gibt es durch das Verschieben und Herausrücken der Sandsteinpfeiler weniger Parkplätze – 9 statt 15. Die Pfeiler sollen zugleich als Querungshilfe für Fußgänger dienen.
Am Beginn des Parkstreifens ist ein Behindertenparkplatz ausgewiesen, am Ende eine Zone zum Be- und Entladen. Markierungsnägel und zusätzliches Grün sollen im Bereich Unterm Heilig Kreuz Fahrbahn und Fußweg voneinander trennen. Die Nägel sind bereits in den Straßenbelag eingebracht, die Kübel allerdings muss die Stadt noch aufstellen.
Nach dem Abschluss der Arbeiten wird die Friedrichstraße nicht länger als Spielstraße, sondern als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich beschildert. Dann dürfen Autofahrer ihre Fahrzeuge nur noch auf dafür gekennzeichneten Flächen abstellen. Der OB betont, die Stadt werde „für Ordnung sorgen“. Er äußert Verständnis für die Kritik der SPD, die unlängst moniert hatte, dass die Poller ihre Wirkung verfehlten, weil mitunter zwischen ihnen geparkt werde. „Das ärgert mich auch“, sagt Möller. Er kündigt an: „Das wilde Parken ist nicht haltbar, wir werden das kontrollieren.“
Weniger Parkplätze
Die klare Trennung von Fahrbahn und Fußweg gebe den Ordnungskräften die entsprechende Handhabe. Während die Stadt – nach einer „Phase der Um- und Eingewöhnung“ (Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel) – Falschparken konsequent ahnden will, warnt der Sprecher der Händler, Stefan Wehner, davor, die Autofahrer zu „gängeln“. Die Stadt will mit dem Umbau nicht nur das Falschparken unterbinden, sie will auch mehr Platz für Fußgänger schaffen. Die Tische und Stühle der Gastronomen sollten im Sommer künftig näher an die Straße heranrücken, was zur Folge hat, dass entlang der Häuser und Geschäfte ein breiterer Durchgang für Fußgänger (aber auch Rollstühle und Kinderwagen) entsteht. So soll auch die Aufenthaltsqualität verbessert werden. Die Stadt will die Anlieger jetzt mithilfe von Informationsblättern über die Neuregelungen informieren.
Mit den Veränderungen in der Friedrichstraße ordnet die Stadt den Straßenraum in Teilen der Innenstadt neu: Der verkehrsberuhigte Geschäftsbereich erstreckt sich auch auf die Mittelstraße, die Straße Unterm Heilig Kreuz, die Nonnengasse, Teile der Robert-Kircher-Straße und die Brauhausstraße (bis zur Einmündung Ohmstraße). Hier gilt Tempo 10. Ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich mit Tempo 20 gilt in der Löherstraße, in der Königstraße zwischen Robert-Kircher- und Löherstraße sowie in der mittleren Bahnhofstraße. Der untere Teil ist seit der Fertigstellung des Universitätsplatzes Fußgängerzone.
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unbekannt (2) | 30. January 2012;30.01.2012;1327937510 --> 30 Januar 2012
Fulda wird es nie begreifen
Es ist nicht nachvollziehbar, daß man eine sog. Spielstraße in eine Zone 10 umwandelt und eine wichtige Fußgängerampel rückbaut. Zumal man noch supertoll herausstellt wird, daß nun die Sitzgruppen näher an die Str. gerückt werden können (wenn die Kfz schneller fahren dürfen). Bereits in der Spielstraße wurde die Geschw. (7 km/h) und der Vorrang für die Fußgänger höchst selten eingehalten. Statt Falschparker-Knöllchen sollte man lieber Geschwindigkeitsmessungen durchführen.
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SSW (102) | 16. January 2012;16.01.2012;1326700445 --> 16 Januar 2012
Na, endlich wieder was los auf der Gass...
und es... meldete sich schon wieder… Stefan Wehner, mit der Warnung an Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel, die Autofahrer „gängeln“ zu wollen! Ja, ja, der liebe Läppchenhändler aus der Friedrichstraße. Bekommt kostenlos eine tolle „Fußgängerzone“ vor die Tür – und – immer noch unzufrieden.
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oliversven (15) | 15. January 2012;15.01.2012;1326642348 --> 15 Januar 2012
Spielstraße und Straßenverkehrsordnung
Es wäre mal gut, wenn auch in Fulda die STVO gelesen und gelebt wird. Parken ist auch in Spielstraßen nur auf den gekennzeichneten Flächen erlaubt. Nur die Rechte von Fußgänger werden durch die Erhöhung des Tempo von heute erheblich eingeschränkt, denn nun haben Autos vorfahrt! Also für mich als Füßgänger eine absolute Einschränkung. Deshalb braucht die Strße die Querungshilfen. Also Freie Fahrt für Autofahrer und ansonsten mehr Drive-In!










