Voller Tank für zwei bis drei Euro
Von Stefan Schoder
Fulda
Der Durchschnittsbürger fährt acht Kilometer zur Arbeit. Ein Elektroauto fährt durchschnittlich 150 Kilometer, bevor es aufgeladen werden muss. Viel Potenzial für den Elektromotor, wenn man den Argumenten der Repräsentanten des Elektromobilitätskongresses im ITZ Fulda folgt.
„Das Elektroauto ist keine Zukunftsvision“, erklärte Axel Wintermeyer (CDU), Leiter der Hessischen Staatskanzlei. Schon heute seien Elektroautos gelebte Praxis in der Großstadt. Auf dem Land bestehe aber noch viel Nachholbedarf, obwohl sich gerade hier viele Möglichkeiten auftun würden. Deshalb fand der zweite Hessische Elektromobilitätskongress in Fulda statt.
Laut dem Chef der Staatskanzlei bietet der ländliche Raum, wie Osthessen, klare Vorteile gegenüber der Großstadt. Erstens: die Parkmöglichkeiten. Elektroautos müssen an die Steckdose angeschlossen werden und oftmals über einen längeren Zeitraum abgestellt werden. In den Städten herrsche oftmals Parkplatzmangel. Auf dem Land verfüge hingegen fast jeder über einen eigenen Abstellplatz. Zweites: die erneuerbaren Energien. Der Elektromotor ergebe nur Sinn, wenn der Strom aus regenerativen Energieträgern gespeist werde. Und diese erneuerbaren Energien seien vor allem in ländlichen Regionen vorzufinden. Drittens: der Tourismus. Gerade hier gebe es viel Raum zur Expansion. Mit E-Bikes könne man beispielsweise schadstoffarm und vor allem ohne störendes Knattern des Motors die Natur entdecken.
Acht Stunden fürs Aufladen
Zum Kongress trafen sich die „Partner der Elektromobilität“, ein Netzwerk aus Wirtschaft und Politik. „Hier können Erfahrungen ausgetauscht und neue Ideen für die Zukunft entwickelt werden“, verkündete Wintermeyer. Neben den Vorträgen stellten Unternehmen Fortbewegungsmittel aller Art vor, stets mit Elektroantrieb. Vom Elektroauto über den Roller, bis hin zum E-Bike und Pedelec.
Die ÜWAG war mit einem eigenen Stand vertreten, an dem sie ihre Stromtankstelle und ein Elektroauto präsentierte. Acht Stunden braucht ein Fahrzeug bis es voll geladen ist. Und das geht an einer ganz normalen Steckdose. Es geht aber auch schneller. Mit einem entsprechenden System dauert es nur noch 30 Minuten. Man braucht dafür aber Starkstrom und zusätzlich mehrere Tausend Euro für die Technik.
Im Landkreis Fulda gibt es aktuell sechs Stromtankstellen der ÜWAG: am Landratsamt, am Stadtschloss, im Parkhaus Q-Park am Uniplatz, auf der Wasserkuppe, in der E. Sorg GmbH und im Schlosshof Burghaun. Eine Ladung für einen Mitsubishi i-MiEV reicht für etwa 100 Kilometer, ist aber auch weit billiger als ein Auto mit regulärem Verbrennungsmotor aufzutanken. Zwei bis drei Euro kostet der Strom für 100 Kilometer. 35.000 Euro muss der Käufer eines solchen Pkws bezahlen — für ein Auto mit knapp 50 PS. „Das ist ja so teuer wie ein Porsche“, staunte Wintermeyer als er vor einem Transporter steht. Über 1000 Euro kostet es im Monat, wenn man den Wagen leasen möchte.
Die Politik und führende Unternehmen glauben an die Zukunft des Elektroautos. „Ohne Mut ist kein Forschritt möglich“, sagte Wintermeyer. In den kommenden drei Jahren wird die Landesregierung 7,5 Millionen Euro für die Elektromobilität bereitstellen.
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R.Flagg (21) | 5. October 2012;05.10.2012;1349431108 --> 05 Oktober 2012
an alle hier:
Hallo zusammen, Ihre Kommentare sind ja alle schön & gut und zeugen auch von Fachkenntnis, eines aber wurde nicht bedacht: Was wird unsere Regierung, egal welche, nämlich sofort tun, wenn der Autofahrer flächendeckend an der Steckdose "tankt", hm..??? Richtig, der Strompreis wird explodieren... Wetten, dass..???
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Trajan (20) | 1. October 2012;01.10.2012;1349067552 --> 01 Oktober 2012
Schöngerede,....
... denn niemand betrachtet die Gesamtenergiebilanz. Woher kommt der Strom? Wie hoch sind die Verluste durch die mehrfache Energietransformation? Wie hoch der Mehrverbrauch durch Mehrgewicht von Akkus, E-Motor etc.? Es wird Augenwischerei betrieben! Ein Dieselkleinwagen mit 700 kg Leergewicht sollte 2 - 3 l/100 km verbrauchen und erheblich umweltfreundlicher sein.
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trekkermax (22) | 1. October 2012;01.10.2012;1349077950 --> 01 Oktober 2012
mit "Schlechtgerede"
wird´s so auch nichts! Woher kommt denn das Öl? Wieviel tsd.km hat es hinter sich, mit wie vielen Umweltkatastrophen,wie lange gibt es dies noch und wer kann es dann noch bezahlen? Welcher Hersteller bietet denn ein 2-3L Auto an? Mein E-Roller z.B.braucht für 60km 1,20€ Strom von einem Ökoanbieter oder 1:1 von meinem Dach!










