Weihnachtsglück kommt per Post
fulda
Ungefähr 120 Weihnachtspakete haben die Schüler der Rabanus-Maurus-Schule für bedürftige Familien in Rumänien gepackt und jetzt auf die Reise geschickt.
Bei vielen Familien liegen wahrscheinlich schon jetzt in Schränken, Kellern oder Dachböden fein säuberlich verpackt die Geschenke für den 24. Dezember. Andere sind noch auf der Suche nach dem perfekten Geschenk für ihre Lieben. Doch fast genau 2000 Kilometer von hier entfernt – in Braila in Ostrumänien – haben die Menschen ganz andere Sorgen. Dort herrscht bittere Not und es fehlt oft am Nötigsten. „Die Menschen leben dort in einfachen Lehmhäusern ohne Kanalisation, ohne fließendes Wasser und ohne Strom“, sagt Gunter Goebel von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte. Oft fehle es an warmer Kleidung und sogar dem Holz zum Heizen. An Weihnachtsgeschenke ist da gar nicht zu denken.
Deshalb packen – jetzt schon seit sieben Jahren – die Schüler und Eltern der Rabanus-Maurus-Schule jedes Jahr Weihnachtspakete für insgesamt 100 bedürftige Familien in Braila. „Anderen zu helfen, gehört genauso zur Erziehung dazu, wie Mathe oder Deutsch zu lernen“, sagt Schulleiter Matthias Höhl. Mittlerweile ginge die Initiative komplett von den Schülern aus, die Schulleitung müsse gar nicht mehr helfen.
„Die Pakete sind sehr liebevoll gepackt“, sagt Goebel. Da werde nicht nur Übriggebliebenes eingepackt, sondern Eltern und Schüler machten sich wirklich Gedanken. Und ebendiese Vielfalt mache gerade diese Weihnachtspaketeaktion so besonders. Denn in den Paketen sind neben Spielzeug beispielsweise auch Essen, Materialien für die Schule, Mützen oder Schals. Mit einem Bus gehen die Pakete jetzt auf den Weg nach Ostrumänien. Kurz vor Weihnachten verteilt sie dann der Pastor des Ortes an die Familien.
Von unserem Redaktionsmitglied
Carolin Markert
Leser-Kommentare ( 0 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden










