Wirte im Bermuda-Dreieck wehren sich gegen einseitige Betrachtung
Von Eike Zenner
Fulda
Die Debatte um die Verlängerung der Sperrzeit in Fulda ist kaum abgeebbt, da streiten Stadt, Gastronomen, Präventionsrat und Politik über ein mögliches Alkoholverbot. Die FDP fordert mehr Ordnungsmaßnahmen, die Wirte im Bermuda-Dreieck fühlen sich in ein schlechtes Licht gerückt.
Der Präventionsrat hatte den Stein Anfang der Woche mit seiner Forderung nach einem generellen Alkoholverbot im Bermuda-Dreieck zwischen 24 Uhr und 6 Uhr ins Rollen gebracht. Wenn im Sommer nur noch in den Kneipen Alkohol getrunken werde, aber nicht mehr davor, dann werde es in diesem Teil der Stadt ruhiger – so die Überlegung. „Die Maßnahmen sollen den Beschwerden der Anwohner im Bermuda-Dreieck wegen Lärms und Alkoholkonsums außerhalb der Gaststätten und den sich daraus ergebenden Belästigungen, Beschädigungen und Ruhestörungen Rechnung tragen“, so der Präventionsrat.
Die Stadt nahm den Ball auf: Eine entsprechende Verfügung werde geprüft, erklärte OB Gerhard Möller (CDU). Er verwies auf den Maßnahmenkatalog, den Polizei und Ordnungsamt bereits im Zuge der Debatte um die Sperrzeit angekündigt hatten. Und der beinhaltet auch ein mögliches Alkoholverbot. Zunächst hatte die Stadt – wie auch der Präventionsrat – in erster Linie das Bermuda-Dreieck im Blick. Die Wirte dort warnen jedoch vor einer „einseitigen Betrachtung“. Sie fürchten einen Imageschaden. Die Themen Lärm und Schmutz beträfen nicht nur Karl- und Kanalstraße, sondern auch Brauhausstraße, Doll, Ohmstraße, Löherstraße oder den Bereich rund um das Vonderau Museum. Andreas Muhl („Schöppchen“), Jochen Köhler („Altstadt“) und Jochen Breusch („Bar 22“) kritisieren, dass dennoch oftmals nur über das Bermuda-Dreieck gesprochen werde.
FDP: Stadt in Ohnmacht?
Stadtpressesprecher Michael Schwab erklärte gestern auf Nachfrage unserer Zeitung allerdings, dass die Verbots-Verfügung auch an anderen Orten in der Innenstadt durchgesetzt werden solle, etwa im Bereich Doll. Sprich: Wo (zu) viel getrunken werde und es deswegen nachts laut sei, da solle nach 24 Uhr nicht mehr draußen Alkohol konsumiert werden dürfen. Noch aber gibt es die Verfügung nicht. Sie wird derzeit erarbeitet.
Die FDP in Fulda hat derweil mit Kopfschütteln auf die Ankündigung der Stadt reagiert: „Es ist ja geradezu ein Eingeständnis von Ohnmacht, wenn die Stadt Fulda erwägt, anstelle von Ordnungsmaßnahmen wie Platzverweisen und Bußgeldern ein generelles Alkoholverbot für alle Bürger in bestimmten Stadtteilen zu bestimmten Uhrzeiten zu erlassen“, erklärt die Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes, Sibylle Herbert. Es sei sicher aufwendiger, regelmäßig Fußstreifen durch die Innenstadt zu schicken, doch immer neue Verbote könnten nicht die Antwort sein.
„Konsequent zu Ende gedacht, müsste man das Trinken auch bei Fußballspielen, Dorf-Discos und vielen anderen Anlässen verbieten, denn auch dort sorgen Alkoholisierte für Lärm, erhebliche Verschmutzung und häufiger auch Gewalt“, meint Herbert.
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Boing (11) | 13. July 2012;13.07.2012;1342188309 --> 13 Juli 2012
Weltfremde Ideen
Diese weltfremden Ideend wie Sperrstunde&Co bringen Studenten jedes mal zum Lachen wenn die Stadtoberen von einer attraktiven Studentenstadt sprechen.
Das Ordnungsamt sollte einfach aktiver gegen Wildpinkler&Co vorgehen. Aber da fehlt wohl oft der Mumm. Dann doch lieber bis 3 Uhr nachts Knöllchen verteilen. Das gefällt auch der Stadtkasse.
Interessant wie dieses Thema durch 15 genervte Anwohner und die Medien so übertrieben werden kann. Die restlichen Anwohner juckt es einfach nicht. Wie mich. -
Boing (11) | 14. July 2012;14.07.2012;1342273436 --> 14 Juli 2012
Erbrochenes
Und was das Erbrochene angeht: Natürlich ist erbrochenes kein schöner Anblick und ich möchte Wildpinkler und "Wildbrecher" keinesfalls in Schutz nehmen. Allerdings verlangt niemand von Ihnen dieses Erbrochene -wie Herr Dehler zum Beispiel- nach Herfkunft und Sorte zu analysieren. Vorbeilaufen. Fertig. Ein Eimer Wasser kann auch wahre Wunder bewirken. Den Rest entfernt die Natur.
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Boing (11) | 14. July 2012;14.07.2012;1342273080 --> 14 Juli 2012
Nicht nur meckern. Selbst anpacken.
Leider musste ich den letzten Kommentar auf 500 Zeichen stark verkürzen. Ich selbst bin 25 Jahre alt und wohne direkt in dem Bermuda-Dreieck-Bereich in der Karlstraße. Ihre Einladung ist nett, aber nicht notwendig, da ich auch Sonntags oft zu dieser Zeit das Haus verlasse. Wissen Sie was wirklich hilft? Wildpinkler direkt ansprechen. Sie glauben nicht wie schnell Diese -egal wie betrunken- ihr bestes Stück einpacken können. Einfach mal Eigeninitiative ergreifen, statt nur zu meckern.











