Zehn Jahre Radom Flug: Freude über den Erfolg
Von Alexander Haas
Wasserkuppe
Mit einem Festakt feierte die Radom Flug gGmbH auf der Wasserkuppe ihren zehnten Geburtstag.
Die Vorsitzende Pia Groß begrüßte bei bestem Wetter neben zahlreichen Gästen besonders den CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Norbert Herr als Festredner. Sie lobte ihn „als ständigen Wegbegleiter und Öffner von Türen“ bei der Umsetzung der Idee, das aus dem Kalten Krieg verbliebene letzte Radom auf dem Berg der Flieger zu erhalten und einer neuen Bestimmung zuzuführen.
Der Gersfelder Stadtrat Carl-Jürgen Pillmann (CDU) erklärte als Hausherrenvertreter, dass dies ein „holpriger und beschwerlicher Weg“ gewesen sei. Zunächst hätten die Konvertierung der militärischen Liegenschaft und der komplette Abbruch als grundverschiedene Ideen gegenüber gestanden. Das Stadtparlament habe sich nach langen Diskussionen für den Erhalt ausgesprochen. „Erst die finale Abstimmung zur Zukunft des Radoms erfolgte einstimmig“, sagte Pillmann.
Einen informativen Rückblick gab Geschäftsführer Hans-Ulrich Enders, und er erklärte, bisher seien 355.000 Euro in Umbaumaßnahmen investiert worden. Zur Freude aller, so Enders weiter, sei im Jahre 2009 die Bescheinigung eingegangen, „dass es sich bei diesem Objekt um ein Kulturdenkmal im Sinne des Hessischen Denkmalschutzgesetzes handelt“, was er „als beste Bestätigung für alle Mühen der vergangenen Jahre“ bezeichnete.
In seiner Festansprache bezeichnete Norbert Herr die Ziele der Gesellschaft wie Erhaltung des Gebäudes, Nutzung der Kuppel für den Flugsport, Zugang der Besucher auf die Plattform und die Umsetzung des für die Wasserkuppe entwickelten Leitbildes ,Flugsport, Jugend, Natur Kunst und Kultur‘ als beachtlich: „Die Streiter für die Erhaltung standen oftmals einsam und verloren da.“ Außerdem bezeichnete er das Radom als eine weithin sichtbare Landmarke, die kennzeichnend und charakteristisch zugleich sei.
Poppenhausens Bürgermeister Manfred Helfrich (CDU) sagte: „Die vergangenen Jahre waren kein Spaziergang, sondern gekennzeichnet von Problemen, Missverständnissen und Emotionen, aber auch von kleinen Schritten des Erfolges, der Anerkennung und Verbundenheit sowie einem Bündnis für den Erfolg, der zahlreiche Väter hat.“
Andreas Schubert dankte als Vorsitzender der „Rhöner Drachen- und Gleitschirmflieger“ für die positive Entwicklung des Radoms.
In der illuminierten Kuppel stellte der Fuldaer Musiker Frank Tischer Werke sphärischer Musik, die auch in der Kuppel produziert wurden, zum Gefallen der vielen Gäste vor. In Versform lobte Ina von Hirschhausen (Poppenhausen) als „Radommaus“ die Menschen, die sich in die Erhaltung des Radoms eingebracht haben. Musik machten die Jugendlichen der Trachtenkapelle Elters unter Leitung von Michael Möller.
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