Zweites Staatsexamen in der Tasche: 25 neue Pädagogen
sat
Fulda
24 Lehrerinnen und ein Lehrer im Vorbereitungsdienst (LiV) erhielten ihre Examensurkunden für das Zweite Staatsexamen.
In einer festlich gestalteten Feierstunde verabschiedete das Studienseminar Fulda für Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen 25 Lehramtsreferendarinnen und -referendare nach Abschluss ihrer Ausbildung durch das Bestehen des Zweiten Staatsexamens. Sie sind jetzt ausgebildete Pädagogen.
Wilfried Humann, Leiter des Seminars, beglückwünschte die Examinierten und ging in seiner Festansprache auf die Fotomalereien des Künstlers Gerhard Richter ein. In seinen Werken sei die Unschärfe eine bewusst eingesetzte Methode, die es dem Betrachtenden ermöglicht, von sich aus etwas in die Bilder hineinzuprojizieren, und so zu einem sehr subjektiven Sehen herausfordert.
Humann schlug eine Brücke von der Fotomalerei zum schulischen Alltag, in dem Unschärfe bei der pädagogischen Beobachtung sehr leicht zu fehlerhaften Rückschlüssen führen kann. So kann beispielsweise Unterricht aus verschiedenen Perspektiven beurteilt werden. Bei der Betrachtung eines problematischen Schülers kann sich die Lehrkraft zwei Fragen stellen: „Was könnten die Gründe sein, warum ein Schüler nicht in die Lerngruppe passt?“ oder: „Was könnte ein Beitrag sein, damit sich der Schüler in die Lerngruppe integriert und er von dieser profitiert?“
Humann zeigte sich zuversichtlich, dass die Ausbildung am Studienseminar einiges dazu beigetragen hat, dass sich die Neulehrer der Gefahr der vordergründigen Unschärfe ihres Sehens stets bewusst sind, um immer wieder nah an objektive Beurteilungen heranzukommen. Annette Fuchs und Stefan Auth als Vertretung des Personalrats gratulierten allen Examinierten und dankten besonders den Neulehrern, die sich im Personalrat engagiert haben.
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