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16. August 2011



„Unser Dorf hat Zukunft“: Die Juroren schwiegen eisern

Von Sabrina Mehler

Ufhausen/Unterufhausen
Das kommt auch nicht alle Tage vor: Ein voll gepackter Bus dreht seine Runden durch Ufhausen und Unterufhausen. Im Bus schaut während der Ortsführung aus dem Fenster: die Kommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“.

Da haben sich Leonhard Hohmann, seines Zeichens Ortsvorsteher, und seine Mannen ordentlich ins Zeug gelegt: Auch wenn die acht Jurymitglieder eisern schwiegen und nur milde lächelten – zumindest ein wenig beeindruckt nach der Vorstellung des Ortes schienen sie doch.

Im März dieses Jahres hatten sich Ufhausen und Unterufhausen gemeinsam für den Bundeswettbewerb angemeldet, der einst unter dem Namen „Unser Dorf soll schöner werden“ firmierte. Anke Schlosser von der Abteilung Dorferneuerung beim Landkreis Fulda, die ebenfalls anwesend war, räumt den Ufhäusern gute Chancen ein. „Der Ort beschäftigt sich schließlich seit vielen Jahren mit der Dorferneuerung.“ Mit der Vorstellung sei sie sehr zufrieden gewesen.

Die Kommissionsmitglieder, die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz berufen wurden, mussten jede Menge Eindrücke verarbeiten: Mit dem Bus des Musikcorps Ufhausen und den beiden „Reiseführerinnen“ Yvonne Hohmann und Sonja Sondergeld ging es nach der Besichtigung des Pfarrgartens und des historischen Torbogens vorbei an sämtlichen Sehenswürdigkeiten der beiden Orte, viele Höhepunkte inklusive: Auf dem Weg nach Unterufhausen, entlang des Sauerbachs und durch das kleine Gewerbegebiet, hielt der Bus am Kindergarten Rappelkiste – dort winkten die Kinder lachend über den Zaun und sangen zum Vergnügen der Jury ein kleines Liedchen. Am Gickelshuis schließlich waren die Kommissionsmitglieder angetan von der Geschichte der Gickelskirmes, die die Kulturfreunde Unterufhausen zum Besten gaben.

Vereine stellten sich vor

Auf dem Weg zum Staiger ließen die Reiseführerinnen die Sage über das Lichtmännchen am Hohlenborn einfließen, und just als der Bus am Heiligenhäuschen vorüberfuhr, erklangen die hellen Glocken. Am Staiger überraschte die Gäste in der Vormittagssonne ein atemberaubender Blick über das weite Tal zum Soisberg mit seinem Turm. Doch nicht nur Gebäude und Landschaft machten Eindruck auf die Jury. Zahlreiche örtliche Mandatsträger und Mitglieder der vielen Vereine begleiteten die Kommission.

„In Ufhausen gibt es eine starke Eigendynamik der Vereine und ein starkes bürgerschaftliches Engagement“, sagte Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (parteiunabhängig). Viele Gruppen hatten sich zuvor bereits vorgestellt: Die Oldtimerfreunde hatten ihre alten Schlepper aufgestellt, der Taubenverein ließ seine Vögel fliegen, die Imker stellten den Honig vor, die Landfrauen begeisterten mit Leckereien. Musiker des Musikcorps, Feuerwehrleute in Uniform und die Gymnastikfrauen erzählten ebenfalls vom regen Ufhäuser Gesellschaftsleben.

Zwar mochten die Jurymitglieder um Leiterin Annette Schnellhammer keinen Kommentar abgeben, sie schrieben aber eifrig in ihre Bewertungsbögen, und als das „Ufhäuser Heimatlied“ angestimmt wurde, sang manch ein Juror doch inbrünstig mit. Voraussichtlich nächste Woche Donnerstag wird bekannt gegeben, ob Ufhausen die nächste Runde erreicht.



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