44 Schüler gut gewappnet gegen Sucht und Gewalt
Von Sophia Steube
Hünfeld
Eine Woche lang haben sich die Schüler der Christian-Andersen-Schule mit dem Thema Gewalt und Sucht beschäftigt. Gestern, zum Abschluss der Projektwoche, wurde der Schule als Lohn für das Engagement das Teilzertifikat „Sucht- und Gewaltprävention“ verliehen.
Bereits zum dritten Mal hat die Christian-Andersen-Schule eine Präventionswoche veranstaltet. Für die Bemühungen, die Schüler gründlich über Sucht und Gewalt zu informieren, erhielt die Schule von der Fachberaterin für Sucht- und Gewaltprävention im staatlichen Schulamt, Eliska Handzel, eine Auszeichung. Sucht- und Gewaltprävention ist im Programm der Schule seit 1999 verankert und ein fester Bestandteil des Unterrichts. Vor anderthalb Jahren wurde der Schule das Teilzertifikat „Bewegung“ verliehen. Somit sei die Schule auf dem besten Weg, eine gesundheitsfördernde Schule zu werden, sagte Eliska Handzel.
„Das zweite Zertifikat ist ein Ansporn, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen, sondern weiterzumachen“, freute sich die Schulleiterin Walburga Kurth-Gesing über die Auszeichnung. Teil der Projektwoche waren unter anderem zwei Besuche bei der Bundespolizei in Hünfeld, wo es sich hauptsächlich um das Thema Gewalt drehte. Viele sportliche Aktivitäten wurden dort von den Schülern absolviert. „Dies dient ja auch dazu, Aggressionen abzubauen“, erläuterte Kurth-Gesing.
Jürgen Bohl, Polizeihauptkomissar bei der Bundespolizei Hünfeld, hatte das Projekt, wie schon in den letzten Jahren, mitbetreut. „Wir haben zum Beispiel Spiele gemacht, bei denen es darum geht, sich gegenseitig und auch den Lehrern zu vertrauen“, erklärte Bohl. „Mit den älteren Schülern machen wir in erster Linie Dinge, bei denen es um Zivilcourage geht.“
Zum Abschluss der Präventionswoche wurde auch das Schulfest ausgerichtet. Unterschiedliche Stationen waren am Schulhof aufgebaut. Gerhard Brink, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Fulda, betreute eine Station, bei der es um Alkohol ging. Mit einer Promille-Brille, durch die ein Zustand im Alkoholrausch simuliert wird, mussten die Kinder einen Parcours durchlaufen. So soll das Nachdenken über Alkohol angeregt werden. „Jetzt erleben die Kinder hier mal, wie es ist, betrunken zu sein und verstehen, was der Vater damit meint, wenn er von den negativen Auswirkungen von Alkohol spricht“, erklärte Brink.
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