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27. August 2012



55 Junghandwerker erhielten den Gesellenbrief

Künzell
Drei Jahre lang hatten sie ihr Ziel stets vor Augen – und endlich ist es geschafft: Bei der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Fulda erhielten 55 Junghandwerker ihre Gesellenbriefe.

Die Lehrlinge aus verschiedenen handwerklichen Fachrichtungen feierten im Lokschuppen in Hünfeld zusammen mit Eltern, Freunden und Partnern den Abschluss ihrer Ausbildung.
 
„Heute fällt eine schwere Last von euren Schultern, ihr habt es geschafft und dürft euch über das Erreichen eures Zieles freuen“, erklärte Jürgen Bug, Obermeister der Dachdecker-Innung in Fulda. Zusammen mit den beiden Obermeistern der Innung des Bauhandwerks Fulda, Andreas Gehring, und der Zimmerer-Innung Fulda, Volker Baumgarten, begrüßte er die rund 170 Gäste.

Den Hauptdarstellern des Abends, die meisten waren in traditioneller Handwerker-Tracht gekleidet, wurden fortan Lob und Ratschläge mit auf den Weg gegeben. Unter anderem betonten die Redner, es müsse wieder „in“ sein, sich die Hände schmutzig zu machen, und waren deshalb stolz, dass sich eine so große Anzahl an jungen Menschen für handwerkliche Berufe begeistert.

Doch nicht nur an die neuen Gesellen, sondern auch an deren Familien und Partner wurden lobende Worte gerichtet: „Man kommt nur gemeinsam ans Ziel“, betonte Peter Jellemann von der Ferdinand-Braun-Schule. Nur durch deren Unterstützung und Zuspruch sei solch eine Leistung möglich geworden. Neben weiteren Grußworten von Bernd Groß vom Ausbildungszentrum Zimmerer in Kassel und Stefan Bernhard vom Berufsbildungszentrum Fulda kamen auch die Gesellen selbst zu Wort: Kurz und knapp bedankte sich Maurer und Betonbauer Julian Suppes bei den Ausbildungsbetrieben, den Ausbildern, den Schulen und den Familien.

Auch Rahmeninformationen durften nicht fehlen: So erklärten Holger Jestädt, stellvertretend für den Prüfungsausschuss der Dachdecker, und Karlo Feuerstein, Mitglied des Prüfungsausschusses der Maurer und Betonbauer, den Anwesenden den Ablauf einer Gesellenprüfung. In dieser müssen die Prüflinge einen theoretischen und einen praktischen Teil absolvieren und bestehen nur, wenn sie über 50 Prozent der Punktzahl erreicht haben.

Für ganz besonders gute Leistungen gab es eine besondere Ehrung: Acht stolze Gesellen durften sich über eine Auszeichnung als Prüfungsbeste im jeweiligen Fachgebiet freuen. Darunter auch eine Frau: Jenny Pankalla aus Ebersburg-Schmalnau bestand ihre Prüfung zur Fliesenlegergesellin mit Bravour und schaffte es mit Leichtigkeit, sich in der Männerwelt durchzusetzten. Durch einen Freund wurde sie auf den Beruf aufmerksam. „Ich wollte nach meinem Abitur unbedingt erst mal etwas Praktisches machen. So bin ich dann zum Fliesenlegen gekommen“, sagte die 23-Jährige.

Im Anschluss wurden die Gesellenbriefe übergeben: Insgesamt 13 Maurer, 6 Hochbaufacharbeiter, 3 Betonbauer, 6 Fliesenleger, 3 Stuckateure, 14 Zimmerer und 10 Dachdecker durften stolz ihre Urkunden entgegennehmen.
Später konnte richtig gefeiert werden. Unter dem geheimnisvollen Titel „Was Lehrlinge so alles können“ traten acht stattliche Auszubildende aus dem zweiten Lehrjahr auf die Bühne, um gemeinsam ein „Maurer-Lied“ anzustimmen. Für ein gelungenes Abendprogramm sorgten anschließend ein stimmungsvoller Auftritt der Holodeck Skillz sowie DJ Alexander.


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