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17. März 2011



Abi-Prüfungen: Zwischenbilanz fällt unterschiedlich aus

Hünfeld
Bunte Plakatwände mit Glückwünschen von Freunden und der Familie: So ist die Aula des Wigbertgymnasiums in Hünfeld geschmückt. Adressaten sind die Schüler der Abschlussklassen: Sie schreiben zurzeit ihre Abiturprüfungen.

„Insgesamt 14 Tage lang werden die Schüler schriftlich geprüft“, sagt Schulleiter Alfred Helgert über die seit Freitag laufenden Prüfungen. Auf dem Plan stehen unter anderem die Fächer Mathe, Deutsch, Englisch, Biologie oder Französisch, jeweils aufgeteilt in Grund- und Leistungskurse.

Das Zentralabitur in Hessen gibt es jetzt seit vier Jahren. „Ich denke, dass diese Prüfungsform auf jeden Fall einen Vorteil für die Schüler bietet, außerdem ist die Punktevergabe gerechter“, betont Helgert. Denn durch das Zentralabitur ließen sich Leistungen landesweit besser vergleichen. Dies werte den Abschluss gleichzeitig auf. In diesem Jahr sind an der Wigbertschule insgesamt 107 Schüler auf der Jagd nach ihrem Abitur, 2010 waren es 98. Doch ein bisschen Arbeit steht den Jugendlichen in den nächsten Wochen noch bevor. Gestern brüteten die Schüler des Grundkurses Mathematik stundenlang über Formeln, Brüchen und Statistikaufgaben. Pünktlich um 13 Uhr hieß es: „Bitte abgeben“.

Danach haben die Prüflinge gemischte Gefühle: „Ich denke, es ist ganz gut gelaufen. Auch bin ich froh, dass ich mich recht gut vorbereitet habe“, erzählt die Schülerin Isabell Baus (19) aus Dammersbach. Das Fach Geschichte hat sie bereits am Montag hinter sich gebracht. „Nun kommt noch Englisch am Dienstag; hoffentlich klappt da auch alles“, sagt Isabell Baus.

„Ich hatte die letzen Monate kein Leben“

Ebenfalls zufrieden ist Annika Heller (18) aus Hünfeld. „Die Matheprüfung ist super gelaufen, obwohl mir das Fach eigentlich gar nicht so liegt“, erzählt die 18-Jährige. Die Vorbereitungszeit sei aber sehr anstrengend gewesen, beklagt sich die Schülerin. „Es gab so viel zu lernen, ich glaube, ich hatte die vergangenen drei Monate kein Leben mehr“, erklärt die Schülerin lachend. Die Biologieprüfung hat die Dammersbacherin bereits am Freitag geschrieben. Nun komme noch Deutsch am Montag, da heißt es nochmal ordentlich pauken.

Nicht ganz so zufrieden mit seiner Leistung ist Tillmann Zeller (19) aus Haunetal. „Mathe ist einfach nicht mein Fach“, verrät der Schüler. Geschichte hat er am Montag geschrieben. Dabei rechnet er sich mehr aus. Am Dienstag muss noch Englisch gemeistert werden.

Ein ganz gutes Gefühl nach der Matheprüfung hat Kathinka Sauer (19) aus Hünfeld. „Es war ganz okay, ich bin zufrieden mit meiner Leistung“, sagt sie rückblickend, schränkt aber ein: „Zu lernen gab es schon eine Menge“. Auf sie kommt ebenfalls am Dienstag die Englisch-Prüfung zu, wofür sie sich übers Wochenende an die Bücher setzen wird.
Schulleiter Alfred Helgert ist guter Dinge: „Vergangenes Jahr lag der Notenschnitt bei 2,4, das war besser als der Hessenschnitt.“ Warum sollte es dieses Jahr also nicht wieder so gut aussehen? Auf die Ergebnisse müssen die Abiturienten unterdessen noch etwas warten. Erst am 24. Mai ist es so weit. Mitte Juni finden die mündlichen Prüfungen statt. Und dann heißt es endlich: Nie wieder Schule!

Von unserer Mitarbeiterin
Lisa Krause



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