Acht Freiwillige zu ihrem Dienst in Uganda entsandt
Verena Storch
Hünfeld
Der fünfte Jahrgang an Uganda-Freiwilligen des Bistums Fulda steht in den Startlöchern und wurde feierlich von Weihbischof Karlheinz Diez im Hünfelder Bonifatiuskloster in ihre neuen Wirkungsbereiche entsandt.
Drei Männer und fünf Frauen beginnen ihren Freiwilligen Sozialen Missionarischen Dienst in Fuldas Partnerdözese Hoima in Westuganda. Monatelang wurden die Freiwilligen in Seminaren auf ihren Einsatz vorbereitet. Ehemalige Freiwillige waren dabei, um von ihren Erfahrungen zu berichten und wertvolle Tipps zu geben.
Dann war es endlich soweit: der Abflug stand kurz bevor und damit auch der Abschied von Familie und Freunden. Um die Intention dieses Dienstes und den Einsatz aller Beteiligten zu würdigen, feierten die Freiwilligen, ihre Eltern und Freunde, gemeinsam mit den Gemeindepfarrern und Weihbischof Karlheinz Diez eine Messe im Bonifatiuskloster.
Diez konnte aus eigener Erfahrung versichern, dass sie reich beschenkt werden würden.
Er wisse um die Herausforderungen, denen sie sich zu stellen haben. Er wünschte, „dass die Menschen sagen, hell wird es, wenn du kommst“, dass sie zu Menschen werden, die Wärme und Herzlichkeit ausstrahlen. Die Eltern tröstete er mit den Worten: „Diese Erfahrung ist es wert unternommen zu werden.“ Einige Eltern erklärten, dass die Messe sie berührt und beruhigt habe. Vor allem, weil sie in Gemeinschaft stattgefunden habe und sie sich mit anderen Familien von Freiwilligen verbunden fühlten.
„Die Erfahrung ist es wert“
Nach dem Gottesdienst hielt eine Mutter eine spontane Ansprache, bei der sie vielen Eltern sicher aus dem Herzen sprach. „Ich bin mächtig stolz auf meine Tochter und halte alle Freiwilligen für ganz besondere Erwachsene, die durch ihr Nachdenken und ihren Weitblick zu diesem Entschluss gekommen sind.“ Anfangs sei sie noch begeistert gewesen von dem Wunsch ihrer Tochter Romana, nach Uganda zu gehen, aber je näher der Termin rückte, desto unruhiger wurde sie. „In der letzten Woche hatte der Tag zu wenig Stunden für alle Vorbereitungen.“ Heike Bauersachs wird ihre Tochter besuchen und ihr in der Zwischenzeit gute Gedanken schicken.
Alle Freiwilligen starteten ihre lange Reise gemeinsam Richtung Flughafen Frankfurt. Einige ließen ihre Angehörigen nur ungern und traurig zurück, nicht wissend, wie schwer es den ehemaligen Freiwilligen fiel, nicht mitzufliegen. Sabine Wehner beendete ihren Dienst im Juni und ist ein wenig neidisch. „Ich würde so gerne mitfliegen. Das Jahr in Uganda war toll und eine sehr prägende Erfahrung.“
Die Eindrücke früherer Teilnehmer lassen vermuten: Lange werden die Freiwilligen nicht traurig sein. Spätestens bei der Ankunft am Flughafen in Entebbe in Uganda, wenn ihnen die Hitze und der Staub entgegenschlagen, werden sie begreifen, dass sie wirklich in Afrika sind. Dann wird alles viel zu aufregend sein, um noch Heimweh zu haben. Auf dem langen Weg zu den Pfarreien, in denen sie neun Monate leben werden, werden sie die wunderschönen grünen Hügel und die vielen Menschen auf der Straße sehen. Kinder auf dem Heimweg von der Schule, Frauen balancieren gekonnt Früchte oder Feuerholz auf ihrem Kopf. Mit jedem neuen Tag werden sie sich mehr an ihr neues Leben in Uganda gewöhnen und es lieben lernen.
Leser-Kommentare ( 0 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden








